Julian Nagelsmanns Miene verfinstert sich auf einen Schlag. Kritik und Häme sind er und die Bayern wohl noch nicht so schnell los. Die Münchner schaffen es tatsächlich, in den letzten Sekunden des Knüllers gegen Dortmund den Sieg zu verspielen: Anthony Modeste, der zuvor bereits eine Riesenchance liegen gelassen hatte, trifft zum ultraspäten 2:2. In der 95. Minute! Der Signal-Iduna-Park bebt. Und Nagelsmann will am liebsten im Boden versinken…
Bayern kriselt in der Liga
Vor dem Kracher gegen Dortmund hatte selbst «Bayern 3», der offizielle Radio-Partner des deutschen Rekordmeisters, den Münchner Coach auf die Schippe genommen. In der Comedysendung «Samstags-Crasher» gabs ein Gag-Gewinnspiel: Wer sich beim Anruf meldete mit «Hallo hier ist der Nagelsmann, wenn ich heute lose (verliere, d. Red.), bin ich dran», hatte gewonnen. Ein klarer Seitenhieb in Richtung der Bayern aufgrund deren durchwachsener Bundesliga-Saison. Das 4:0 gegen Leverkusen vor Wochenfrist war der erste Liga-Erfolg nach zuvor vier Sieglos-Partien.
Ein Sieg gegen den BVB – und Nagelsmann und Co. hätten die Kritiker verstummen lassen können, zumal es zuletzt auch in der Champions League gegen Viktoria Pilsen eine 5:0-Show gegeben hat.
Kahn kann es nicht fassen
Doch der Bundesliga-Blues geht weiter. Die Bayern vergeigen im ausverkauften Signal-Iduna-Park eine 2:0-Führung nach Toren von Leon Goretzka (33.) und Leroy Sané (53.). Erst bringt Youssoufa Moukoko die Dortmunder mit seinem Anschlusstreffer wieder ran, dann lässt Modeste die Heimfans mit seinem 2:2 völlig ausflippen.
Bayern-Vorstand Oliver Kahn trifft auf der Tribüne sprichwörtlich der Schlag. Auf den TV-Bildern ist zu sehen, wie die Torhüter-Legende beim Ausgleich vom Sitz fällt, ehe er wie verrückt zu fluchen und zu fuchteln beginnt. Direkt neben Klub-Präsident Herbert Hainer, der das Geschehene auch nicht fassen kann. Riesenfrust statt Prestige-Sieg beim grossen Rivalen...
Und Nagelsmann? Gut möglich, dass der Bayern-Coach auch vor dem nächsten Spiel einen Radio-Gag über sich ergehen lassen muss. (mpe)
Gerry Seoane (43) musste bei Leverkusen nach dem katastrophalen Saisonstart bekanntlich gehen – obwohl seine ehemaligen Spieler sich für ihn ausgesprochen hatten.
Einige Tage nach dessen Entlassung legen die Leverkusener zum gefühlt ersten Mal in dieser Saison eine kompakte Leistung an den Tag – lockerer 4:0-Sieg für die Werkself. Aufsteiger Schalke ist an diesem Samstag allerdings auch kein Gradmesser für den Champions-League-Teilnehmer.
Am Dienstag (21.00 Uhr) gegen Porto folgt in der Königsklasse der erste Härtetest für Seoanes Nachfolger Xabi Alonso (40).
Gerry Seoane (43) musste bei Leverkusen nach dem katastrophalen Saisonstart bekanntlich gehen – obwohl seine ehemaligen Spieler sich für ihn ausgesprochen hatten.
Einige Tage nach dessen Entlassung legen die Leverkusener zum gefühlt ersten Mal in dieser Saison eine kompakte Leistung an den Tag – lockerer 4:0-Sieg für die Werkself. Aufsteiger Schalke ist an diesem Samstag allerdings auch kein Gradmesser für den Champions-League-Teilnehmer.
Am Dienstag (21.00 Uhr) gegen Porto folgt in der Königsklasse der erste Härtetest für Seoanes Nachfolger Xabi Alonso (40).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Borussia Dortmund | 4 | 7 | 12 | |
2 | Bayern München | 4 | 12 | 10 | |
3 | SC Freiburg | 4 | 9 | 10 | |
4 | FC Augsburg | 4 | 5 | 7 | |
5 | Bayer Leverkusen | 4 | 5 | 7 | |
6 | FSV Mainz | 4 | 4 | 7 | |
7 | SV 07 Elversberg | 4 | 1 | 7 | |
8 | Werder Bremen | 4 | 0 | 7 | |
9 | RB Leipzig | 4 | 4 | 6 | |
10 | Eintracht Frankfurt | 4 | -1 | 5 | |
11 | Schalke 04 | 4 | -1 | 5 | |
12 | SC Paderborn 07 | 4 | -2 | 4 | |
13 | 1. FC Köln | 4 | -3 | 4 | |
14 | TSG Hoffenheim | 4 | -3 | 3 | |
15 | VfB Stuttgart | 4 | -3 | 3 | |
16 | Hamburger SV | 4 | -11 | 3 | |
17 | Union Berlin | 4 | -13 | 1 | |
18 | Borussia Mönchengladbach | 4 | -10 | 0 |