«Bei vielen Spielern ist noch Luft nach oben»
Seoane startet Gladbach-Job mit harter Ansage

Am Freitag stellte sich Gerardo Seoane zum ersten Mal als neuer Gladbach-Trainer den Fragen der Medien. Der Schweizer zeigte sich zuversichtlich, machte aber deutlich, dass er Ansprüche hat.
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Gladbach-Geschäftsfürher Roland Virkus (l.) und Gerardo Seoane am Freitag bei der ersten PK des neuen Trainers.
Foto: imago/Eibner
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Andrea CattaniTagesleiter Sport

Acht Monate hat Gerardo Seoanes Absenz in der Bundesliga gedauert. Nach seiner Entlassung bei Bayer Leverkusen bekam der 44-jährige Schweizer eine kurze Auszeit. Nun hat es ihn nur etwas mehr als 40 Kilometer weiter Richtung Westen zu Borussia Mönchengladbach gezogen.

Am Freitag gab Seoane eine erste Pressekonferenz als neuer Trainer der Fohlen. Und der ehemalige Luzern- und YB-Coach machte sogleich klar, dass er sein Team in der kommenden Saison fordern will.

«Lief nicht so, wie gewünscht»

«Es ist allen bekannt, dass die letzten Jahre schwierig waren – sei es aufgrund von Corona oder wegen gewisser Transferfenster, die nicht so liefen wie gewünscht», sagt Seoane zum Zustand der Mannschaft, welche die Saison auf dem enttäuschenden zehnten Platz abgeschlossen hat. Er als Trainer wolle aber das Potenzial des Kaders ausschöpfen. Und er fügt vielsagend an: «Ich bin überzeugt, dass bei vielen Spielern nach dem letzten Jahr noch Luft nach oben ist.»

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«Ich habe eine Affinität für diesen Klub»
Gerardo Seoane über Borussia Mönchengladbach
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In Gladbach trifft Gerardo Seoane auf einen Kader im Umbruch. Viele Stützen werden den Klub in diesem Sommer verlassen. Dass er sich trotzdem vom Angebot der Borussia überzeugen liess, hat auch mit der Geschichte des Vereins zu tun. «Ich habe durch die vielen Schweizer Spieler und Trainer in der Vergangenheit eine Affinität zu diesem Klub.» Die Stimmung sei immer beeindruckend. Es war immer beeindruckend, was hier für eine Stimmung herrscht. «Und für einen Familienvater ebenfalls wichtig: Wir haben uns schon vorher im Rheinland immer sehr wohlgefühlt.»

International spielen? Kein Thema!

In Gladbach sind die Hoffnungen in Seoane auch darum so gross, weil er sich in der Vergangenheit einen Namen machen konnte als Förderer von jungen Talenten. Genau das also, worauf die Borussia in den kommenden Monaten setzen will. Und es ist auch das, was Seoanes Vorgänger Daniel Farke (46) kaum umsetzen konnte.

Die Ziele beim neuen Klub sind für Seoane darum jetzt auch etwas tiefer gesteckt. «Ich habe acht Jahre im Nachwuchs gearbeitet. Da ging es nur um das Ziel, Spieler in die Erste Mannschaft zu bringen und ihnen Werte zu vermitteln.» Natürlich würden sich hier alle wünschen, wieder international zu spielen. «Aber für den heutigen Tag und die momentane Situation, darf das aber noch kein Thema sein», so Seoane.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
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