VA Vorlage Harry Kane
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Später trifft er auch selbst:Kane leitet Ausgleich mit Traumpass ein

Das sind magische Zahlen
Unheimliche Bayern-Serie – und das Zittern um Harry Kane

Die mit Abstand wichtigste Frage für die Bayern-Fans ist diese: Wann verlängert Harry Kane, der Unverzichtbare, seinen auslaufenden Vertrag? Trotz kolportierter Einigung bibbert man in München, bis die Tinte trocken ist.
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Herrlicher Jubel: Harry Kane und Ismael Saibari jubeln über das 2:1.
Foto: imago/Jan Huebner
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Alain KunzReporter Fussball

Da sind einerseits die Zahlen, die phänomenal sind. Die Basiszahl, die fast schon banal anmutet: Diese Saison steht Harry Kane (33) in elf Spielen bei zehn Toren und sieben Assists. Die historische Zahl: Der Engländer hat nun in zehn Champions-League-Spielen in Folge getroffen. Er ist erst der zweite Spieler, dem das gelingt. Der erste war Cristiano Ronaldo (41). Der steht bei elf. Die Egalisierung dieses Rekords muss Kane nun ausgerechnet im Wanda Metropolitano in Madrid gelingen. Es gibt einfachere Jobs als auswärts bei Atletico Madrid zu spielen dafür.

Mit einem Abstoss (!) bereitet er eine Topchance vor

Auch gegen Arsenal ist der Captain der Three Lions unverzichtbar. Seine Magie eröffnet er den Bayern-Anhängern erstmals bei einem Abstoss (!), den er schnell ausführt, weil er nach einem Corner gerade dort hinten rumstand. Der Ball fliegt 50 Meter weit haargenau zu Davies, der Saibari bedient, doch der Marokkaner vergibt. Das geht weiter mit dem schlicht phänomenalen Schnittstellen-Pass auf Davies, den dieser zum 2:1 nutzt. Und das endet mit dem verwandelten Penalty zum 2:1.

Weil aber Declan Rice noch zum 2:2 ausgleicht, reichts den Bayern trotz Super-Harry nicht zum Sieg. Dieser war dennoch nicht unzufrieden: «Das war ein gutes Spiel mit einem fairen Resultat. Solche Spiele sind halt ein bisschen Schlachten, in denen jedes einzelne Duell wichtig ist. Am Ende haben wir vielleicht ein bisschen zu wenig richtig gemacht, als dass wir es verdient gehabt hätten, zu siegen.»

«Manchmal folgen sie mir, manchmal nicht»

Auch über seine Rolle in diesem Spiel redet der Bayern-Superstar im Detail: «Wir sprechen oft darüber, das Engagement der Innenverteidiger zu testen. Manchmal sind sie rausgekommen und sind mir gefolgt. Manchmal nicht. Und dann habe ich Raum. Und mit dem Speed von Alphonso Davies fühlte sich das wie eine permanente Bedrohung an. So war es auch hübsch, den Assist zu einem solch wichtigen Tor zu leisten.»

Schwieriger als das Spiel war für die Bayern der Vortag gewesen, als die Kunde vom völlig unerwarteten Tod von Berthold Kimmich (57), dem Papa von Joshua, die Runde machte. Logisch war der Captain, der seinem Vater sehr nahestand, nicht mit an Bord.

Für ihn rutschte Tom Bischof in die Startelf. Und der Supertalentierte legte seine Rolle im Verbund mit Kane offen: «Unser Plan war es, dass Harry sich ins Mittelfeld zurückfallen lässt, um die Innenverteidiger herauszulocken. Wir alle wissen, welch phänomenale Pässe, die enorm hilfreich sind, er schlagen kann», so der 21-Jährige. «Er ist nicht nur ein Mittelstürmer. Klar, er macht Tore. Aber er spielt für die Mannschaft. Der Pass auf Alphonso zum Beispiel war sensationell.» Im Blue-Studio nannte es Alain Sutter «Weltklasse. Achtzig Prozent dieses Tors gehören Harry Kane.»

Unheimliche Bayern-Serie lebt

Und so hat die unheimliche Bayern-Serie Bestand: Seit 2013 haben die Münchner kein Gruppen- oder Ligaphasen-Heimspiel in der Champions League verloren. Das sind unfassbare 13 Jahre!

Das ist zwar schön festzustellen, doch um nachhaltig derart stark zu bleiben wie im Moment, ist eines ganz wichtig: Dass Harry Kane verlängert. Das Bibbern bei den Bayern-Fans ist zwar vor einer Woche etwas kleiner geworden, als bekannt wurde, dass Einigkeit in Bezug auf eine Verlängerung bis 2029 erzielt wurde. Doch noch ist der neue Kontrakt nicht unterschrieben. Sportdirektor Christoph Freund sagte vor dem Spiel: «Wir sind sehr, sehr positiv. Die Gespräche, die laufen, sind jedenfalls gut.»

Das sagt auch Sportvorstand Max Eberl, doch der bremst die Euphorie bezüglich Durchbruch: «Wir sind guter Hoffnung», war das einzig Konkrete, was Eberl sich entlocken liess. Es ist also noch nicht ausgezittert. Erst recht nicht in diesem volatilen Business.

Bundesliga 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
6
17
14
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
6
7
14
3
SC Freiburg
SC Freiburg
6
9
13
4
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
6
7
13
5
FSV Mainz
FSV Mainz
6
4
10
6
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
6
1
10
7
RB Leipzig
RB Leipzig
6
5
9
8
Werder Bremen
Werder Bremen
6
0
9
9
Hamburger SV
Hamburger SV
6
-9
9
10
FC Augsburg
FC Augsburg
6
4
8
11
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
6
-6
8
12
1. FC Köln
1. FC Köln
6
-3
7
13
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
6
-2
6
14
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
6
-3
6
15
Schalke 04
Schalke 04
6
-3
5
16
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
6
-4
5
17
Union Berlin
Union Berlin
6
-12
5
18
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
6
-12
0
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