Auch Tennisstar Iga Swiatek auf geheimer Liste
Doping-Leak bringt Lewandowski ins Zwielicht

Eine unbekannte Hackergruppe hat Daten der polnischen Anti-Doping-Agentur erbeutet. Darunter befinden sich angeblich auch Listen, auf denen Fussballstar Robert Lewandowski oder Tennis-Weltnummer 1 Iga Swiatek auftauchen.
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Böse Gerüchte um Robert Lewandowski.
Foto: imago/Eibner
Nicolas Horni
Nicolas HorniRedaktor Blick

Am vergangenen Donnerstag hat eine bisher unbekannte Hackergruppe offenbar über 50'000 Dateien von der polnischen Anti-Doping-Agentur Polada ins Netz gestellt. Laut der polnischen Zeitung «Przeglad Sportowy» wurden diese Daten mittlerweile auch ausgewertet. Unter den fast 242 Gigabyte befinden sich auch diverse sensible Daten von polnischen Spitzenathleten – so etwa Krankenakten und Ergebnisse aus Dopingtests.

Gerade letztgenannte Listen sind besonders interessant. Denn gleich mehrere polnische Top-Athleten sollen demnach positiv auf diverse verbotene Substanzen getestet worden sein.

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Lewandowski und Swiatek tauchen auf

Laut den Daten wurde etwa der polnische Fussballstar Robert Lewandowski (35) am 12. März 2022 nach einem Bundesligaspiel seines damaligen Klubs FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim positiv auf verbotene anabole Steroide getestet. Öffentlich bekannt wurde dies nie, Lewandowski war in den Spielen danach im Einsatz. Die Echtheit der geleakten Daten soll derzeit überprüft werden und ist noch nicht bestätigt. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Dopingtests in der Bundesliga eigentlich durch die deutsche Dopingagentur durchgeführt werden, ist Vorsicht geboten.

Auf der Liste ebenfalls aufgeführt wird Polens Tennis-Ass Iga Swiatek (23). Nach ihrem Wimbledon-Out 2021 gegen die Tunesierin Ons Jabeur soll Swiatek auf das verbotene Dopingmittel Erythropoietin getestet worden sein. Auf der Liste aufgeführt werden zudem diverse andere polnische Leichtathleten, zwei Skispringer und eine Radrennfahrerin – unter anderen wegen konsumierter Dopingmittel, aber auch Kontakt mit Kokain, Marihuana oder Methamphetamin.

Angriff aus Russland oder Belarus?

Während über die Echtheit der Daten noch keine Klarheit besteht, wurde der Hackerangriff selbst von der nationalen Agentur Polada und dem Ministerium für Digitalisierung bereits bestätigt. Die betroffenen Athleten wurden angeblich bereits informiert. Am Donnerstag legten die gleichen Hacker auch die Website der Polada lahm.

«Am Vorabend der Olympischen Spiele 2024 waren wir ungeladene Gäste bei der polnischen Antidoping-Agentur. Es hat uns so gut gefallen, dass wir beschlossen, etwas länger zu bleiben und uns die gesamte Datenbank genauer anzusehen. Und gemäss alter Tradition geben wir sie auch unseren treuen Abonnenten zum Lesen weiter», schrieben die Hacker vergangene Woche auch auf Telegram.

Auch weil laut polnischen Medienberichten die Hacker aus Russland und Belarus stammen, bestehen Zweifel an der Echtheit der Namenslisten. «Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Angriff von einer Gruppe ausgeht, die von feindlichen Staaten unterstützt wird», wird die Polada zitiert. Derzeit läuft eine Untersuchung der Polada, der Polizei und diverser Ämter.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
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15
44
41
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
16
14
33
3
RB Leipzig
RB Leipzig
15
11
29
4
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
16
10
29
5
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
16
6
29
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
15
9
27
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
16
0
26
8
SC Freiburg
SC Freiburg
16
0
23
9
Union Berlin
Union Berlin
16
-3
22
10
1. FC Köln
1. FC Köln
16
-2
17
11
Werder Bremen
Werder Bremen
15
-10
17
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
15
-6
16
13
Hamburger SV
Hamburger SV
16
-10
16
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
15
-5
15
15
FC Augsburg
FC Augsburg
15
-11
14
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
15
-13
12
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
16
-21
12
18
FSV Mainz
FSV Mainz
16
-13
9
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