Foto: Sven Thomann|Blicksport

«Alles nur Ausreden! Keine Wertschätzung!»
Götze rechnet mit Ex-Trainer Lucien Favre ab

Nach seiner Rückkehr von den Bayern zum BVB konnte Mario Götze (28) nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Der Grund? Der Kicker jedenfalls hat einen Schuldigen gefunden.
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Mittlerweile kann Mario Götze wieder lachen. In Eindhoven bei PSV ist er happy.
Foto: imago images/HMB-Media

Es ist Herbst 2020, als Mario Götze die Flucht aus Dortmund ergreift. In seiner letzten Saison beim BVB kommt der WM-Final-Torschütze von 2014 lediglich zu 15 Bundesliga-Einsätzen. Während ganzen zwölf Partien muss er den Bankdrücker mimen. Danach wechselt er zum PSV nach Eindhoven.

Fast sieben Monate später blickt Götze nun auf seine Zeit im Ruhrpott zurück. Und rechnet dabei knallhart mit Lucien Favre ab, der damals beim BVB sein Trainer war. «In den letzten beiden Jahren bei Borussia gab es aus meiner Sicht keine Performance-Kultur, die ausschliesslich auf Leistung ausgelegt war», sagt er gegenüber dem Magazin «11Freunde».

Er habe nicht verstanden, warum er unter Favre so selten zu Einsatzminuten gekommen ist. «Er sagte, dass er nicht glaubt, dass ich der Mannschaft helfen kann, und er keine Position für mich hat, was für mich grundsätzlich wenig Sinn gemacht hat und eher Ausreden waren», so Götze. Also habe er eine Entscheidung treffen müssen. «Wenn ein Trainer nicht wertschätzt, was ich leiste, kann ich es nicht ändern. Will ich mich daran aufreiben oder wende ich mich besser dem zu, was mir und meiner Familie guttut?»

In Holland zurück zu alter Stärke

Mittlerweile ist der 28-jährige Kicker wieder happy. Mit seiner Familie fühlt er sich in Holland wohl. Auf dem Feld liefert er ab. In 16 Partien in der Eredivisie hat Götze bisher fünf Tore gemacht und vier Assists aufgelegt. Sein Team steht auf Rang 2.

Götze wirkt geerdet, reifer, bodenständig. «Früher habe ich mir viele Gedanken über Titel gemacht, weil das greifbar war. Heute will ich richtige Entscheidungen treffen und in dem Umfeld, in dem ich mich aufhalte, glücklich sein», sagt der Ballkünstler.

Auch Götzes jetziger Trainer, Landsmann Roger Schmidt, sorge dafür, dass sich der Mittelfeldmann richtig entfalten kann. «Mir ist über die Jahre klar geworden, wie wichtig ein enges Verhältnis zum Trainer für meine Entwicklung ist. Ich finde Rogers fussballerische Philosophie spannend, er gibt mir das Gefühl, mir voll zu vertrauen», so Götze, der die Kapitel Dortmund und Favre nun hinter sich lassen möchte. (mam)

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
30
80
79
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
30
30
64
3
RB Leipzig
RB Leipzig
30
22
59
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
30
20
56
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
30
15
54
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
30
19
52
7
SC Freiburg
SC Freiburg
30
-4
43
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
30
-2
42
9
FC Augsburg
FC Augsburg
30
-16
36
10
FSV Mainz
FSV Mainz
30
-9
34
11
Union Berlin
Union Berlin
30
-18
32
12
1. FC Köln
1. FC Köln
30
-7
31
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
30
-14
31
14
Hamburger SV
Hamburger SV
30
-15
31
15
Werder Bremen
Werder Bremen
30
-18
31
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
30
-25
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
30
-25
24
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
30
-33
19
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