Vor Schweizer Gericht
Uefa plant Strafanzeige gegen Infantino

Die Uefa will Fifa-Präsident Gianni Infantino wegen mutmasslicher finanzieller Misswirtschaft anzeigen. Es geht um den gescheiterten Plan, WM-Rechte für 4,2 Milliarden Dollar an private Investoren zu verkaufen.
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Fifa-Boss Gianni Infantino droht rechtlicher Ärger.
Foto: AFP
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Blick Sportdesk

Der europäische Fussballverband Uefa will rechtliche Schritte gegen Fifa-Boss Gianni Infantino einleiten. Der Vorwurf: mögliche finanzielle Misswirtschaft. Die Uefa hat am Donnerstag bei einem Gericht in Manhattan Unterlagen eingereicht, um Beweise von der New Yorker Investmentfirma Thrive Capital Management zu sichern. Diese wurde von Joshua Kushner gegründet, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

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Thrive Capital und Kushner sollten laut Plänen 4,2 Milliarden Dollar (rund 3,8 Milliarden Franken) für einen 20-Prozent-Anteil an einer Fifa-Tochtergesellschaft zahlen. Diese sollte die kommerziellen Rechte, einschliesslich der Weltmeisterschaften, verwalten. Uefa-Anwälte werfen Infantino vor, er habe diesen Preis «betrügerisch ausserhalb des Marktes» zu seinem eigenen Vorteil gefördert, wie aus einem 56-seitigen Dokument hervorgeht, das der AP vorliegt.

Nach massiver Kritik, auch von der Uefa, liess Infantino den Plan am 1. August 2026 fallen. Nun erwägt die Uefa eine Strafanzeige in der Schweiz wegen Veruntreuung gemäss Artikel 158 des Strafgesetzbuches.

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