Knapp 63 Millionen Franken an Transfergeldern hat der FC Basel in den vergangenen zehn Jahren durch Spieler aus dem eigenen Nachwuchs eingenommen – so viel wie kein anderer Schweizer Verein. Im weltweiten Vergleich reicht dies knapp für die Top 100, wie aus einer Berechnung des Football Observatory des internationalen Zentrums für Sportstudien CIES hervorgeht.
Dieses hat die Transfererträge der einzelnen Klubs von Spielern aus den eigenen Jugendakademien seit 2016 genauer unter die Lupe genommen, wobei Jugendliche, die im Alter von 15 bis 21 Jahren mindestens drei Jahre für den Verein gespielt haben, berücksichtigt werden. Aufgelistet sind nur die 100 einnahmestärksten Vereine.
Angeführt wird das Ranking von Benfica Lissabon. Die Portugiesen haben in den letzten zehn Jahren mit eigenen Nachwuchsspielern 543 Millionen Franken eingenommen. Der grösste Einzelbeitrag stammt dabei aus dem 140-Millionen-Transfer von João Félix zu Atlético Madrid im Sommer 2019.
Starker Anstieg in Premier League
Benficas Vorsprung auf den ersten Verfolger Ajax (419 Millionen Franken) ist gross. Die Holländer können immerhin einen anderen Bestwert für sich beanspruchen. 43 Topspieler hat die Ajax-Akademie in den letzten zehn Jahren hervorgebracht. Produktiver ist in dieser Zeit kein anderer Verein gewesen. Erst auf Rang 3 folgt mit Chelsea (408 Millionen Franken) der erste Klub aus den europäischen Top-5-Ligen.
Bei den Londonern stammen dabei über 80 Prozent der Einnahmen aus den letzten fünf Jahren, wie die Rangliste weiter verrät. Es ist ein Muster, das bei vielen Premier-League-Klubs zu beobachten ist. Auch die Ligakonkurrenten Manchester United, Manchester City und Leeds kommen auf ähnliche Werte, bei Newcastle, Aston Villa und Brighton liegt der Anteil aus der nahen Vergangenheit gar bei fast 100 Prozent. Dass die reichste Liga der Welt ihren Fokus vermehrt auch auf die eigene Jugendarbeit richtet, scheint sich also auszuzahlen.
Gros der Basler Einnahmen liegt länger zurück
Weniger Freude an der gleichen Kennzahl dürften die Nachwuchsverantwortlichen des einzigen Schweizer Vertreters im Ranking haben. Der FC Basel verdankt seinen Platz in den Top 100 vor allem länger zurückliegenden Transfers wie demjenigen von Breel Embolo. Der Anteil der letzten fünf Jahre liegt dagegen nur bei einem Fünftel – die Basler Talent-Produktion scheint also etwas ins Stocken geraten zu sein.
















