Darum gehts
- Mbappé sorgt mit Aussagen über Ballon d'Or 2026 für Spannungen
- Dembélé kontert: Erfolge durch harte Arbeit, nicht durch Auserwähltheit
- Zwei Ex-Nationalspieler kritisieren Mbappé
Die Debatte um den Ballon d'Or 2026 sorgt gerade in Frankreich für hitzige Diskussionen. Im Fokus: Kylian Mbappé (27) und Ousmane Dembélé (29), zwei der grössten Stars der französischen Nationalmannschaft. Auslöser ist ein Interview von Mbappé mit der französischen Zeitung «L'Équipe». Der Stürmer von Real Madrid erklärt dort selbstbewusst: «Ich sehe keinen anderen Spieler, der in der letzten Saison besser war als ich.»
Mit dieser Aussage zielt Mbappé auch auf Dembélé, den aktuellen Ballon-d'Or-Gewinner. «Auf ihn wurde immer als talentierten Spieler geschaut. Auf mich hingegen immer als den Auserwählten», so der 27-jährige Superstar. Sein Nationalmannschaftskollege habe durch seine Verletzungen einen anderen Weg genommen, sei aber immer gut zurückgekommen.
Eine Reaktion von Dembélé lässt nicht lange auf sich warten. Nach dem 1:0-Sieg gegen Brest schlägt der PSG-Stürmer zurück: «Ich war nie der ‹Auserwählte›, aber ich habe unermüdlich gearbeitet. Letztes Jahr wurde ich dafür belohnt.»
«Form des Verrats»
Deutlich härter mit Mbappé ins Gericht gehen derweil andere Stimmen im französischen Fussball – etwa der ehemalige französische Nationalspieler Jérôme Rothen (48): «Dembélé und sein Umfeld haben Mbappés Worte sehr übelgenommen. Für ihn ist es eine Form des Verrats.»
Auch andere Spieler der französischen Nationalmannschaft hätten Mühe mit Mbappés Worten, erklärt der 13-fache französische Nationalspieler in seinem Podcast «Rothen s'enflamme».
Wird Mbappé die titellose Saison zum Verhängnis?
Als Kritiker von Mbappés Äusserungen tut sich auch Bixente Lizarazu (56) hervor. Im Fussball-Talk «Telefoot l'After» des französischen TV-Senders TF1 sagt der französische Weltmeister von 1998: «Das ist sehr amerikanisch von Mbappé. Im Gegensatz zu ihm spielen Dembélé, Kwarazchelia und Yamal die Karte der Bescheidenheit».
Ohnehin sieht er seinen Landsmann nicht als Ballon-d'Or-Gewinner – Mbappé habe in der letzten Saison schliesslich keinen Titel gewonnen. Dembélés Bilanz sieht da mit den Triumphen in der Champions League und der französischen Meisterschaft deutlich besser aus.
Dieser Artikel ist zuerst auf sportal.bg erschienen. Die bulgarische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.