Klub-Bosse heftig attackiert
«Ihr zündet die Bude selbst an» – auf Schalke brennt der Baum

Schalke 04 steckt tief in der Krise: Bei der siebenstündigen Mitgliederversammlung in der Veltins-Arena herrschte eisige Stimmung. Vorstandschef Tillmann und Aufsichtsratschef Hefer mussten sich heftiger Kritik und Rücktrittsforderungen stellen.
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Matthias Tillmann wird bei der Mitgliederversammlung von Schalke 04 zur Zielscheibe des Frustes.
Foto: imago/RHR-Foto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schalke-Mitgliederversammlung von Rücktrittsforderungen und Kritik geprägt
  • Vorstandschef und Aufsichtsratschef räumen Fehler ein, verteidigen sich aber
  • Veranstaltung dauerte über sieben Stunden mit 4735 anwesenden Anhängern
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Cédric HeebRedaktor Sport

Bei 8 Grad im Fussballstadion zu sitzen, ist nicht gerade gemütlich. Wenn die sportliche Lage dann auch noch so prekär ist wie bei Schalke 04, wird die Mitgliederversammlung in der Veltins-Arena richtig ungemütlich.

4735 Anhänger der Königsblauen sind am Samstag vor Ort, viele von ihnen nutzen die Gelegenheit, um ihrem Ärger Luft zu verschaffen. Wie schon in der letzten Saison kämpfen die Gelsenkirchener auch in dieser Spielzeit gegen den Abstieg in die 3. Liga (aktuell Platz 14), statt um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Hinzu kommen Schulden von 162 Millionen Euro.

Über sieben (!) Stunden dauert die Veranstaltung, in der sich vor allem Vorstandschef Matthias Tillmann (40) und Aufsichtsratschef Axel Hefer (47) viel anhören müssen – vor allem Rücktrittsaufforderungen. Ihre Kompetenz wird infrage gestellt, Tillmann wird gar als «der teuerste Auszubildende der Bundesrepublik» betitelt.

Hefer gibt Ex-FCSG-Profi Knäbel Teilschuld

Beide räumen Fehler ein, Tillmann sagt etwa: «Die Kaderplanung war zu mutig. Wir haben zu viel auf Zukunft und Potenzial gesetzt.» Hefer verteidigt sich derweil und erklärt, dass viele Fehler die Folge von Handlungen vor seinem Amtsantritt im Jahr 2021 seien. Ein Rücktritt in der aktuellen Situation käme für ihn nicht infrage: «Ich kann nicht meinen Hut nehmen und gehen. Wenn man die Karre in den Dreck fährt und zurücktritt, ist dies das Schlechteste.»

Auch Peter Knäbel (58), der von 2021 bis Januar 2024 Sportvorstand bei Schalke war, bekommt von Hefer einen mit. Der schweizerisch-deutsche Ex-Fussballer (u.a. Winterthur und St. Gallen) sei eine «lame duck», also «lahme Ente», gewesen. Knäbel habe mit André Hechelmann (40) einen Sportdirektor geholt, der «überfordert» gewesen sei. Gleichzeitig mit Knäbels Abgang wurde Hechelmann dann auch vom Sportdirektor zum Technischen Direktor.

«Ihr zündet die Bude selbst an»

Die Rücktrittsforderungen und persönlichen Attacken sind aber nicht die einzigen Nackenschläge für Hefer: Sein Stellvertreter Moritz Dörnemann (42) wird abgewählt. Seinen Platz im Kontrollgremium übernimmt Ender Ulupinar (51), der für die zweite Mannschaft im November 1993 eine Partie absolviert hat.

Und der Unternehmer hat eine klare Botschaft an die Vereinsführung: «Ihr zündet die Bude selbst an und wisst nicht, wo der Feuerlöscher steht!»

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2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
32
21
67
2
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
32
24
59
3
Hannover 96
Hannover 96
32
16
58
4
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
32
12
58
5
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
32
14
51
6
Hertha BSC
Hertha BSC
32
7
48
7
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
32
2
46
8
Karlsruher SC
Karlsruher SC
32
-10
43
9
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
32
-1
42
10
Holstein Kiel
Holstein Kiel
32
-1
41
11
VfL Bochum
VfL Bochum
32
1
40
12
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
32
1
38
13
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
32
-1
36
14
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
32
-7
36
15
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
32
-18
34
16
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
32
-19
34
17
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
32
-21
34
18
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
32
-20
29
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