Dresden-Profi tickt in Interview komplett aus
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«Denen ist alles scheissegal!»
Dresden-Profi tickt in Interview komplett aus

Dynamo Dresden steht nach der jüngsten Niederlage gegen Holstein Kiel mit einem Bein im der 3. Liga. Entsprechend kochen nach dem Spiel bei Verteidiger Chris Löwe die Emotionen hoch.
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Die Enttäuschung bei Dynamo Dresden ist gross.
Foto: imago images/Eibner

Die Corona-Pause hat Dynamo Dresden aus der 2. Bundesliga besonders hart getroffen. Dresden hat seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs nur ein einziges Spiel gewonnen. Die Negativserie gipfelt am Donnerstag in der dritten Niederlage in Folge gegen Holstein Kiel (0:2). Der Abstieg in die 3. Liga ist damit so gut wie besiegelt.

«Wir müssen verfickten Preis bezahlen»

Entsprechend hadern die Dresdner mit ihrem Schicksal. Den Hauptschuldigen für ihre Misere sieht das Team in der Deutschen Fussball Liga (DFL).

«Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL, Christian Seifert oder wer auch immer, sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was in unseren Köpfen vorgeht?», tobt der verzweifelte Dresden-Verteidiger Chris Löwe (31) im Interview mit «Sky».

Unter Tränen fügt er an: «Das ist denen alles scheissegal! Wir sind am Ende die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiss!»

Mammut-Programm wegen Corona

Löwes Wutausbruch ist nicht nur auf die blankliegenden Nerven im Abstiegskampf zurückzuführen. Dresden läuft schon seit längerem auf dem Zahnfleisch.

Als alle Teams in der 1. und 2. Bundesliga am 16. Mai nach rund zweimonatiger Pause wieder zu kicken begannen, sass Dresden zwei Wochen lang in Quarantäne. Der Grund: Mehrere Spieler haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Die drei verpassten Spiele mussten in der Folge nachgeholt werden. Das bedeutete für Dresden alle drei Tage ein Spiel. Ein unglaubliches Mammut-Programm!

«Wir hauen alle drei Tage raus, was geht. Wir wechseln jedes Mal fünf Positionen aus, können uns nicht einspielen mit der Mannschaft, mit der wir eigentlich spielen würden», sagt Löwe.

Kleine Hoffnung besteht

Dass sich ein Zweitliga-Verein solche englische Wochen nicht gewohnt sei und dadurch in ernsthafte Probleme kommen würde, sei den Verantwortlichen der DFL egal. «Die Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen und entscheiden über unsere Köpfe hinweg und wir sind die Idioten, die das hier ausbaden.» Löw ist sich sicher, dass ein solches Szenario bei einem grossen Klub wie Bayern München oder Borussia Dortmund nie passiert wäre.

Eine theoretische Chance auf den Ligaerhalt gibt es für Dresden noch. Bei zwei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz fünf Punkte. Zwei Siege sind also Pflicht.

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2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
34
19
70
2
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
34
25
62
3
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
34
14
62
4
Hannover 96
Hannover 96
34
16
60
5
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
34
12
52
6
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
34
5
52
7
Hertha BSC
Hertha BSC
34
3
51
8
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
34
2
46
9
VfL Bochum
VfL Bochum
34
2
44
10
Karlsruher SC
Karlsruher SC
34
-11
44
11
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
34
1
41
12
Holstein Kiel
Holstein Kiel
34
-4
41
13
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
34
2
39
14
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
34
-6
39
15
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
34
-18
37
16
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
34
-19
37
17
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
34
-20
37
18
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
34
-23
30
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