2,5 Jahre für Kuss-Skandal
Staatsanwaltschaft fordert Haft für Rubiales

Der Kuss-Skandal um den früheren spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales (46) schlägt weiterhin Wellen. Jetzt kommt das Gefängnis ins Spiel.
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Immer noch im Fokus: Luis Rubiales. (Archivbild)
Foto: AFP

Dem früheren spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales droht nach dem Kuss-Skandal im Rahmen der Fussball-WM der Frauen eine Gefängnisstrafe. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft für den 46-Jährigen, der die Nationalspielerin Jennifer Hermoso (33) nach dem WM-Finalsieg bei der Siegerehrung übergriffig auf den Mund geküsst hatte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die in Kopie der Nachrichtenagentur «AFP» vorliegen.

Zudem soll Rubiales, dem sexueller Übergriff und Nötigung vorgeworfen werden, nach Willen der Staatsanwaltschaft eine Entschädigung von mindestens 50'000 Euro an Hermoso zahlen. Der Vorfall vom 20. August 2023, wenige Minuten nach dem WM-Triumph der Spanierinnen in Australien, hatte international für Empörung gesorgt. Unter Druck war Rubiales im September von seinem Amt zurückgetreten, der Weltverband Fifa sperrte den Spanier für drei Jahre.

Gegen Rubiales wird zudem in einem gesonderten Verfahren wegen Korruption im Zusammenhang mit seiner Verbandstätigkeit ermittelt. Der Ex-Präsident hält sich seit einiger Zeit in der Dominikanischen Republik auf, wo er für nationale Verbände tätig ist – aufgrund seiner Fifa-Sperre vornehmlich für Baseball. (AFP/str)

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