Es ist kein Champions-League-Auftakt nach Mass für Borussia Dortmund. Der Bundesligist geht in Paris mit 0:2 unter. Die defensiv eingestellte Elf des BVB-Trainers Edin Terzic hat dem Powerfussball des amtierenden französischen Meisters Paris Saint-Germain wenig entgegenzusetzen. Und trotzdem steht nach der Partie wieder einmal der Schiedsrichter im Mittelpunkt.
Grund dafür ist die umstrittene Szene in der 47. Spielminute, als PSG-Stürmer Kylian Mbappé nach einem Schussversuch aus kürzester Distanz BVB-Verteidiger Niklas Süle am rechten Arm trifft. Für den spanischen Schiedsrichter Jesús Gil Manzano ein klarer Handelfmeter. Er zeigt sofort auf den Punkt. Kurz darauf meldet sich der VAR und bestätigt die Entscheidung.
BVB-Spieler kritisieren Schiri
Der BVB versteht die Welt nicht mehr. Auf X (früher Twitter) schreibt der Klub: «Hää? Elfmeter für Paris...» Deutlicher werden die BVB-Profis. Emre Can sagt bei Amazon Prime: «Süle fällt auf die Hand, er muss sich ja irgendwo aufstützen.»
Regelrecht aufgebracht ist Marius Wolf: «Ich fand nur schade, wie der Schiri reagiert hat. Er hat eine arrogante Art auf dem Platz hingelegt. Er hat nicht mit sich reden lassen, obwohl man wirklich ruhig mit ihm gesprochen hat. Das ist das, was mich ein Stück ankotzt.»
Auch Mats Hummels bemängelt den Unparteiischen, zeigt sich aber auch selbstkritisch: «Schlechte Leistung von uns und ein verdienter Sieg für PSG. Trotzdem hat der Schiedsrichter heute nicht geholfen – viele Fehlentscheidungen wie der Elfmeterpfiff.»
Übrigens: Beim anschliessenden Elfmetertor hechtet Torhüter Gregor Kobel vergebens in die richtige Ecke. Zu platziert ist der Schuss von Mbappé. Es ist der Genickschlag für Dortmund. Knapp zehn Minuten später erhöht PSG auf 2:0. (men)
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