Geht um viel Geld
Servette startet mit Monsteraufgabe in die Champions League

Champions-League-Auftakt in Genf: Servette empfängt am Mittwoch Lyon, Europas Topteam. Die Schweizerinnen stehen vor einer Mammutaufgabe gegen den achtfachen Titelträger und müssen ihre Defensive stabilisieren.
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Servette startet mit einer Monsteraufgabe ins Champions-League-Abenteuer.
Foto: keystone-sda.ch
Florian Paccaud und Andri Bäggli

Wie lässt sich eine Klatsche vermeiden? Vor dieser Herausforderung steht Servette zum Auftakt der Ligaphase der Champions League. Die Schweizer Meisterinnen empfangen am Mittwoch (18.45 Uhr) Olympique Lyon im Stade de Genève. Ein Privileg, aber auch eine gewaltige Aufgabe. «Was Physis und Technik angeht, ist Lyon für mich die beste Mannschaft Europas», warnt Captain Daïna Bourma – auch mit Blick auf die Erfolgsbilanz des Gegners.

Die Zahlen sprechen für sich. Lyon hat die Champions League seit 2010 achtmal gewonnen und standen zudem 2024 und 2026 im Final sowie 2025 im Halbfinal. Ein Gigant. Zumal auch ihr Saisonstart beeindruckend ist: zwei 7:1-Siege gegen Fleury und den FC Paris sowie ein 8:1-Erfolg in Le Havre am vergangenen Freitag.

«Es ist immer ein Erlebnis, gegen Lyon zu spielen, aber es ist jedes Mal unglaublich schwer», sagt Noémie Carage. Die 30-jährige französische Verteidigerin, die im Sommer zu Genf wechselte, weiss, wovon sie spricht. Sie hat bereits zehn Saisons in der höchsten französischen Liga bestritten. «Wir haben schon alles gegen sie versucht. Wenn man ihnen auch nur den kleinsten Raum lässt, nutzen sie ihn eiskalt aus – und das wird fatal.»

Geht um viel Geld

Das Problem: Die Defensive der Genferinnen steht nicht mehr so sicher wie in der vergangenen Saison. Das Team von Cristian Toro hatte in 24 Ligaspielen – einschliesslich der Playoffs – nur sieben Gegentore kassiert. Seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs musste sie jedoch bereits acht Gegentreffer hinnehmen, und das nach nur sieben Partien. «Durch die Champions-League-Qualifikation mussten wir eine hohe Schlagzahl an Spielen bewältigen, daher macht sich etwas Müdigkeit bemerkbar», betont Bourma, weist aber zugleich darauf hin, dass sie die Tabelle anführen.

Deshalb wird es eine Herkulesaufgabe, ausgerechnet gegen die Rekordsiegerinnen die ersten Punkte zu holen. «Dennoch sind es immer grossartige Spiele, die man erleben darf», so Carage. «An solchen Begegnungen wächst man enorm.» Die Genferinnen, die im weiteren Verlauf der Ligaphase auf HB Koge, OH Leuven, Barça, AS Rom und den Paris FC treffen, werden noch weitere Gelegenheiten haben, ihr Punktekonto aufzubessern. Und das wäre sehr gut für Servette, denn es geht um mächtig Kohle: Für die Teilnahme gibts rund 475'000 Million Franken, dazu gibt es pro Sieg und Remis sowie für die Platzierung nach der Ligaphase noch eine zusätzliche Prämie.

Axa Women’s Super League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Servette FC Chenois
Servette FC Chenois
7
7
16
2
FC Zürich
FC Zürich
7
14
15
3
Grasshopper Zürich
Grasshopper Zürich
7
12
14
4
BSC Young Boys
BSC Young Boys
7
3
12
5
FC Basel
FC Basel
7
3
12
6
FC Luzern
FC Luzern
7
3
11
7
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
7
-3
5
8
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
7
-8
5
9
FC St. Gallen 1879
FC St. Gallen 1879
7
-11
4
10
FC Aarau
FC Aarau
7
-20
1
Playoffs
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