Vor dem Rückspiel des Playoff-Viertelfinal-Rückspiel gegen GC sagte FCZ-Coach Renato Gligoroski: «Das Spiel ist ein Marathon und wir haben zwei Minuten Vorsprung.» Doch GC war bemüht den 0:2-Rückstand aus den Hinspiel so schnell wie möglich wieder wettzumachen.
Die GC-Spielerinnen starten wacher und bissiger in das Derby, trotzdem gehört die erste Chance dem FC Zürich. Nach rund zehn Minuten sind im Zentrum Rahel Hinder und Amelie Roduner nicht einig, wer die Flanke verwerten soll. Am Schluss ist es Hinder, doch ihr Kopfball fliegt links am Tor vorbei.
Danach spielen eigentlich nur noch die Grasshoppers. Dalila Belen Ippolito sieht ihren Abschluss in der 24. Minute nur an der Latte. Nur wenig später kann dann FCZ-Torhüterin Riana Gmür einen tückischen Aufsetzer gerade noch abwehren.
GC scheitert an sich selbst
Nach dem Seitenwechsel ändert sich am gezeigten nicht viel. Die Hoppers scheitern kurz nach Wiederanpfiff an sich selbst. Einen Freistoss aus rund 20 Metern kann Gmür nur abprallen lassen. Doch gleich drei GC-Spielerinnen schaffen es nicht, den Ball im Tor unterzubringen.
Beim FCZ schleichen sich vor allem im Aufbauspiel immer wieder Fehler ein. Immer wieder sieht man Trainer Gligoroski an der Seitenlinie am Hadern. GC versucht diese zu nutzen und schnell umzuschalten, doch auch bei ihnen hapert es in den entscheidenden Momenten mit der Genauigkeit. Gegen Ende des Spiels werfen die Grasshoppers nochmals alles nach vorne. Ein Treffer will aber nicht mehr fallen. So steht der FC Zürich im Halbfinal der Playoffs. Dort treffen die FCZ-Frauen auf Servette, die sich gegen Aarau durchsetzen.
Aufregung nach FCB-Sieg
Im Parallel-Spiel nimmt Servette Chenois einen 2:1-Vorsprung ins Heimspiel gegen Aarau mit. Vor heimischen Anhang lassen die Genferinnen nichts anbrennen und fertigen die Aargauerinnen gleich mit 4:0 ab. Bereits zur Pause führt Servette mit 3:0, Magdalena Sobal trifft vor dem Seitenwechsel doppelt, nach der Pause macht die Polin den Dreierpack und Servette die Halbfinal-Quali perfekt. Deutlich umkämpfer ist das dritte Playoff-Duell. St. Gallen und der FC Basel gehen die ganze Länge und zögern die Entscheidung bis ins Penaltyschiessen raus.
Der FCB geht mit einer 0:1-Hypothek in das Spiel, in der 70. Minute trifft Sabina Jackson zur Basler Führung. Weil keine weiteren Tore fallen, geht die Partie in die Verlängerung. Dort trifft FCSG-Spielerin Sina Cavelti zum Ausgleich, die Freude hält aber nur kurz. Krystyna Flis bringt Rotblau in der 104. Minute wieder in Führung und so geht es ins Elfmeterschiessen. Dort avanciert Nanna Leivonen zur Heldin, die FCB-Goalkeeperin wehrt zwei Elfer ab.
Nach dem Spiel wird die Freude bei Basel aber etwas gedämpft. Weil der FCB mit Lena Bubendorf eine Spielerin, die nicht auf dem Matchblatt steht, einwechselt, legen die St. Gallerinnen offiziellen Protest bei den Schiedsrichter ein. Ob die Espen doch noch als Siegerinnen gewertet werden, ist derzeit nicht klar. Sollte sich der FCB durchsetzen, treffen sie auf die Siegerinnen aus dem Duell der YB-Frauen und Rapperswil-Jona, die ihren Viertelfinal am Samstag austragen.