Dahinter steckt ein klarer Plan
YB-Trainerin Wübbenhorst nach Wutauftritt wie verwandelt

Im Frauenfussball hat die heisse Phase begonnen. Ob YB-Trainerin Imke Wübbenhorst in den Playoffs die Nerven behält? Die Antwort nach dem Viertelfinal-Hinspiel ist eindeutig.
Kommentieren
1/4
Plötzlich die Ruhe selbst: YB-Trainerin Imke Wübbenhorst schaut sich das 1:1 gegen GC mehr oder weniger regungslos an.
Foto: freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_1051.JPG
Nicola AbtReporter Sport

Am Samstagabend sind alle Augen auf YB-Trainerin Imke Wübbenhorst gerichtet. Wie führt sie sich beim Playoff-Viertelfinal-Hinspiel gegen GC auf? Eine Woche ist seit der denkwürdigen Cupfinal-Pleite vergangen. Zuerst tobte sie an der Seitenlinie, anschliessend ging die Deutsche mit ihrem Wut-Interview bei SRF viral.

Fassungslose YB-Trainerin zeigt den Vogel
0:27
Servette macht auf Arsenal:Fassungslose YB-Trainerin zeigt den Vogel

Und am Samstag? Da erkennt man Wübbenhorst nicht wieder! Die längste Zeit steht sie mit verschränkten Armen in ihrer Coachingzone. Manchmal ruft sie ihren Spielerinnen etwas zu. Für Torhüterin Ackermann gibt es nach einigen Minuten ein Lob. «Guter Pass, Jara». Mehr passiert auf und neben dem Feld vorerst nicht.

Schiri-Kritik kommt nicht von Wübbenhorst

Den ersten kleinen Gefühlsausbruch der Deutschen erleben die 351 Zuschauer auf dem GC-Campus in der 57. Minute. Sie rudert mit ihren Armen und schreit: «Auf gehts, Mädels. Fighten!» Jetzt scheint sie auf Betriebstemperatur. Kurz darauf greift sie sich an den Kopf, weil ein YB-Schuss knapp über die Latte fliegt.

Als GC wenig später in Führung geht, ist Wübbenhorst wieder die Ruhe selbst. Mit verschränkten Armen nimmt sie den Gegentreffer zur Kenntnis. Die Entscheidungen der Schiedsrichterinnen akzeptiert die Deutsche regungslos. Es sind die GC-Spielerinnen, die sich lauthals beschweren. «Du pfeifst alles für sie.» 

Den Cupfinal noch immer in den Knochen

Beide Fäuste ballt Wübbenhorst nur einmal im ganzen Spiel. Beim Ausgleich von Einwechselspielerin Carp in der 81. Minute. Danach umarmt sie ihren Assistenztrainer zaghaft. Bis zum Schluss behält sie ihre Jacke an. Bei der Pokal-Pleite riss Wübbenhorst sie sich noch vom Leib. Es ist ein überraschend normaler Auftritt der Deutschen. 

Auch nach der Partie zeigt sie sich zurückhaltend. Mit dem 1:1 sei sie aufgrund der Umstände zufrieden. «Uns hängt diese Cupfinal-Pleite, bei der wir betrogen wurden, immer noch nach.» Das sehe sie am Verhalten der Mannschaft. «Die Mädels waren nicht so laut, haben sich weniger gepusht. Sie strahlen noch nicht wieder die gleiche Energie aus.»

Und was ist mit ihr? «Ich hatte Angst, dass die Mannschaft zu nervös wird, wenn ich wieder stark mitgehe. Deshalb habe ich mich bewusst ein wenig zurückgenommen.» Das dürfte sich beim Rückspiel in Bern am kommenden Samstag ändern. Dann entscheiden erneut 90 Minuten über Sein oder Nichtsein. Ein Cupfinal 2.0 sozusagen. 

YB-Wübbenhorst: «Wollte meinem Club nicht schaden»
1:48
Statement nach Rundumschlag:YB-Wübbenhorst: «Wollte meinem Club nicht schaden»
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Axa Women’s Super League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
0
0
0
1
FC Aarau
FC Aarau
0
0
0
1
FC Basel
FC Basel
0
0
0
1
FC Luzern
FC Luzern
0
0
0
1
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
0
0
0
1
FC St. Gallen 1879
FC St. Gallen 1879
0
0
0
1
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
1
Grasshopper Zürich
Grasshopper Zürich
0
0
0
1
Servette FC Chenois
Servette FC Chenois
0
0
0
1
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
0
0
0
Playoffs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen