«Schiri, Schiri, der hat Mohrenkopf gesagt»
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GC-Spielerin beleidigt:«Schiri, Schiri, der hat Mohrenkopf gesagt»

SFV leitet Verfahren ein
Ex-Nationalliga-Fussballer im Zentrum von Rassismus-Eklat

Der Rassismus-Vorfall beim U20-Spiel der Frauen zwischen Luzern und GC an Ostern wirft hohe Wellen. Laut Blick-Informationen hat der SFV ein Verfahren eingeleitet.
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Der Schweizer Frauenfussball wird von einem Rassismusvorfall erschüttert.
Foto: IMAGO/Silas Stein

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Assistenztrainer des FC Luzern sorgt mit rassistischer Äusserung für Empörung
  • GC-Stürmerin Nyota Kabela erhält grossen Support nach Beleidigung am Ostersonntag
  • SFV leitet Verfahren ein, mögliche Strafen bis zu Lizenzentzug
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Es sind Worte, die auf dem Fussballplatz, aber auch sonst in der Gesellschaft nichts verloren haben. «Es ist mir scheissegal, ich sage auch Mohrenkopf», ist in einem im Internet aufgetauchten Video zu hören. Laut Augenzeugen hat ein Staff-Mitglied des FC Luzern am Sonntag anlässlich des Spiels zwischen Luzern und GC die Aussage getätigt.

Dabei handelt es sich um den langjährigen Ex-Nationalliga-Fussballer F. G. (Name der Redaktion bekannt). Dieser war am Dienstag von Blick für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der FC Luzern will sich bis auf weiteres nicht weiter zum Vorfall äussern, nachdem die Zentralschweizer am Montagabend in einem Statement gegenüber Blick erklärt hatten, dass der Vorfall «sorgfältig, lückenlos und konsequent» aufgearbeitet werde. Interne Abklärungen mit den am Sonntag beim Spiel involvierten Personen sind im Gang. Über allfällige Massnahmen und Konsequenzen wird entschieden, sobald sich die Verantwortlichen einen Überblick über die Situation verschafft haben.

Grosser Support für Opfer

Am Dienstag nimmt auch GC Stellung zum Vorfall, der sich am Ostersonntag in Luzern ereignet hat, wo die dunkelhäutige GC-Stürmerin Deborah Nyota Kabela beleidigt wird. «Der Vorfall wurde der Swiss Sport Integrity, wie auch dem SFV von der Geschäftsleitung ordnungsgemäss gemeldet», schreibt GC auf Anfrage. «Es wird derzeit geprüft, ob gegen die beschuldigte Person ein Campusverbot verhängt wird.»

Der Klub informierte das Team am Dienstagabend über das weitere Vorgehen. Ebenfalls mit dabei war die betroffene Spielerin, der es den Umständen entsprechend gut gehe, zumal sie grossen Support spüre. Auf ihren am Sonntagabend abgesetzten Instagram-Post melden sich auch die Nati-Spielerinnen Meriame Terchoun, Coumba Sow und Alayah Pilgrim. «We are with you. Proud of you speaking up», schreibt Sow stellvertretend in ihrem Kommentar unter Kabelas Post: «No to Racism in Swiss Football.»

Busse, Platzverbote oder Entzug von Diplomen?

Wie Blick weiss, wurde vom Schweizerischen Fussballverband bereits ein Verfahren eingeleitet. Der SFV verurteilt «jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung klar und unmissverständlich» und ist daran, den Sachverhalt aufzuarbeiten. Dazu wird der Spielrapport ausgewertet sowie Berichte des Schiedsrichters und der beteiligten Parteien eingeholt.

Im Reglement steht klar: «Wer eine Person oder eine Gruppe von Personen in irgendeiner Form wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, Rasse, Religion, Sexualität oder Ethnie in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert, wird disziplinarisch bestraft.» Mögliche Strafen sind Verweise, Bussen und Suspensionen, auch eine Funktionssperre, ein Platzverbot oder im Extremfall sogar der Entzug von Diplomen und Lizenzen.

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