Darum gehts
- Fifa verlangt Frauen als Chef- oder Co-Trainer bei Frauenturnieren
- Neue Regel greift erstmals bei U20-Frauen-WM in Polen 2026
- Schweiz bereits konform: Julia Simic als Co-Trainerin der Frauen-Nati
Wie Sky Sport in den sozialen Medien vermeldet, führt die Fifa eine neue Regelung ein. So muss in Zukunft in den Trainerstäben aller an einem Fifa-Frauenturnier teilnehmenden Mannschaften mindestens eine der beiden Führungspositionen (Chef- oder Co-Trainer) von einer Frau besetzt sein. Diese Vorschrift greift erstmals bei der U20-Frauen-WM in Polen im kommenden September.
Ergänzt wird die Reform durch die Pflicht, eine zusätzliche Mitarbeiterin auf der Trainerbank einzubinden sowie mindestens eine Frau im medizinischen Stab zu integrieren.
Soll Karrierechancen für Trainerinnen steigern
Mit dieser Initiative möchte der Fussball-Weltverband sicherstellen, dass das rasante Wachstum des Frauenfussballs mit einer stärkeren Präsenz von Frauen in technischen Funktionen und Führungspositionen Hand in Hand geht. Dies sei umso dringlicher, da Trainerposten im Frauenbereich trotz des Aufschwungs nach wie vor überwiegend männlich besetzt sind, so Sky.
Jill Ellis (59), Chief Football Officer der Fifa erklärt die Strategie dahinter: «Wir müssen mehr tun, um den Wandel zu beschleunigen, indem wir klarere Laufbahnen schaffen, Chancen ausweiten und die Sichtbarkeit von Frauen an unserer Seitenlinie erhöhen.»
Schweiz erfüllt Regelung
Mit Julia Simic (36) als Co-Trainerin erfüllt die Frauen-Nati diese neue Regel bereits. Die Deutsche mit kroatischen Wurzeln gehört seit Anfang dieses Jahres als Assistentin zum Stab von Cheftrainer Rafel Navarro (40).