«Ich habe gehofft, dass ich viel mehr spiele»
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Schertenleib über Barça:«Ich habe gehofft, dass ich viel mehr spiele»

Vor wichtigem WM-Quali-Duell
Nati-Coach Navarro hütet Goalie-Geheimnis

Am Dienstag trifft die Schweiz in der WM-Quali im ersten von zwei wegweisenden Duellen innert einer Woche auf die Türkei. Zuvor blicken Nationaltrainer Rafel Navarro und Sydney Schertenleib auf das 400. Spiel des Frauen-Nationalteams.
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Mit den Spielen im Februar ist Nationaltrainer Rafel Navarro nicht zufrieden gewesen. Nun sagt er: «Wir sind ein besseres Team.»
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Es ist die grosse Personalfrage im Schweizer Team vor den beiden WM-Quali-Spielen gegen die Türkei am Dienstag und Samstag: Wer hütet das Tor? Am Tag vor dem ersten Aufeinandertreffen im Letzigrund will sich Navarro noch nicht festlegen: «Wir werden die letzte Entscheidung heute oder morgen treffen. Die Idee ist aber: Die Torhüterin, die am Dienstag spielt, wird dann auch am Samstag spielen.»

Livia Peng dürfte dabei leichte Vorteile gegenüber Elvira Herzog haben: Die Chelsea-Keeperin stand schon bei den Partien gegen Nordirland (2:0) und Malta (4:1) im Februar im Schweizer Tor.

Trotz souveränen Siegen in diesen ersten Quali-Spielen sieht Navarro noch viel Luft nach oben. «Nach dem Spiel in Malta war ich nicht zufrieden. Wir waren weit von unserem Level entfernt.» Gleichzeitig ist er zuversichlich, dass die Schweizerinnen anders auftreten werden: «Ich habe in dieser Woche gute Dinge gesehen. Wir sind ein besseres Team als vor einigen Monaten.»

Navarro: «Das wird ein guter Test»

Welchen Bereich dies betrifft, deutet Sydney Schertenleib, die ihren Trainer bei der Pressekonferenz am Montag flankiert, an: «Gerade die zweiten Bälle im Mittelfeld haben wir angeschaut.» Das sei wichtig gegen einen Gegner wie die Türkei: «An der EM haben wir gegen Teams mit hohem Druck gespielt, nun gelten etwas andere Standards.»

Eine Steigerung dürfte auch nötig sein, denn mit der Türkei wartet ein anderes Kaliber als in den Februar-Spielen. Wie die Schweiz sind die Türkinnen mit zwei Siegen in die Qualifikationskampagne gestartet, weshalb es in den beiden Spielen um den Gruppensieg und eine damit verbundene gute Ausgangslage für die anschliessenden Playoff-Spiele geht.

So erwartet Navarro auch eine schwierige Aufgabe für sein Team: «Die Türkei wird unser Niveau testen. Sie wollen hoch pressen, also müssen wir die sicheren Pässe versuchen. Zudem ist es ein sehr energiereiches Team – es wird also ein guter Test.»

Die Pressekonferenz mit Sydney Schertenleib und Rafel Navarro gibts hier zum Nachlesen:

13:47 Uhr

Die Pressekonferenz ist zu Ende

Alle Journalistinnen und Journalisten scheinen ihre Fragen gestellt zu haben. Aus diesem Grund beendet Micossé die Pressekonferenz. Besten Dank für das Interesse. Für die Schweiz gilt es dann morgen um 19 Uhr ernst – dann wartet das erste Spiel gegen die Türkei.

13:46 Uhr

Was kann Schertenleib von ihren Barça-Kolleginnen lernen?

«Von der ganzen Mannschaft kann ich die Professionalität mitnehmen. Wie sie auf und neben dem Platz auftreten, habe ich so vorher kaum gesehen. Von Alexia Putellas nehme ich mit, wie sie auf Fehler reagiert. Und von Aitana Bonmati die Intensität.»

13:43 Uhr

Schertenleib zum steigenden Druck

«Ich versuche, mir einen so kleinen Kreis wie möglich aufzubauen, mit Familie, Verein und Nati. Den Rest versuche ich, nicht an mich heranzulassen. Aber die EM hat den Druck schon erhöht, man wird mehr erkannt. Aber ich sehe es eher als Motivation und ich finde es mega schön, wenn die Leute, gerade kleine Mädchen, zu mir heraufschauen. Nicht so gerne habe ich, wenn mir Leute ungefragt zu nahe kommen oder Fotos machen.»

13:42 Uhr

Schertenleib zu den Gegnerinnnen in der WM-Quali

«Ich bin es aus dem Klub gewohnt, gegen tiefstehende Teams zu spielen. Die Trainer haben uns sehr gut vorbereitet, gerade die zweiten Bälle im Mittelfeld haben wir angeschaut. An der EM haben wir gegen Teams mit hohem Druck gespielt, nun gibt es etwas andere Standards. Aber das pusht uns auch.»

13:40 Uhr

Schertenleib zur ihrer Rolle auf dem Platz

«Meine Lieblingsposition ist irgendwo im Mittelfeld, aber ich gebe 100 Prozent, egal wo ich spiele. Rafel hat mich im Verein gesehen und es hat mich angespornt, als er hierher gekommen ist. Ich bin eine der jüngsten Spielerinnen und versuche, dass man das nicht gerade sieht.»

13:39 Uhr

Schertenleib zum Wechsel zwischen Klub und Nati

«Die Nati-Zusammenzüge holen mich immer etwas auf den Boden runter, aber in der Nati ist das Niveau auch hoch. Das Level im Klub will ich auch für die Schweiz zeigen.»

13:38 Uhr

Schertenleib zu ihrer Situation bei Barcelona

«Die letzten 2-3 drei Monate waren anders als vorgestellt. Ich habe gedacht, dass ich mehr spielen würde, aber man muss sich auch durchsetzen. Bei Barcelona gibt es viele Spiele, da gibt es auch Chancen. Deshalb bin ich zufrieden, wie es läuft.»

13:37 Uhr

Schertenleib: «Ich habe mich defensiv sicher verbessert»

Nun gehen die Fragen an Schertenleib – und zu ihren defensiven Fähigkeiten: «Ich habe mich defensiv sicher verbessert. Natürlich hört man nicht gerne, wenn der Trainer immer sagt, mach dies oder das besser. Aber ich bin schlussendlich froh, wenn man mich auch etwas kritisiert dafür.»

13:35 Uhr

Waren die Training intensiv genug?

«Ich bin sehr zufrieden mit den letzten Trainings. Die Intensität war hoch, wie wir sie brauchen. Es ist wichtig, diese Intensität nun ins Spiel zu übertragen. Es kann sein, dass das in den Klubs anders ist, aber diese Spielerinnen müssen sich dann an die höhere Intensität anpassen. Wir geben jeder Spielerin die Intensität, die sie braucht.»

13:33 Uhr

Navarro: «Geht auch darum, wie wir spielen»

«Nach dem Spiel in Malta war ich nicht zufrieden, weil wir es besser können. Es geht nicht nur um das Resultat, sondern auch darum, wie wir spielen. Ich habe in dieser Woche gute Dinge gesehen und will das Gleiche auch morgen sehen. In Malta waren wir dagegen weit von unserem Level entfernt.»

Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
3
3
9
2
Schweiz
Schweiz
3
1
4
3
Finnland
Finnland
3
0
4
4
Island
Island
3
-4
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
11
9
2
Italien
Italien
3
-1
4
3
Belgien
Belgien
3
-4
3
4
Portugal
Portugal
3
-6
1
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
3
7
9
2
Deutschland
Deutschland
3
0
6
3
Polen
Polen
3
-4
3
4
Dänemark
Dänemark
3
-3
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
7
9
2
England
England
3
8
6
3
Niederlande
Niederlande
3
-4
3
4
Wales
Wales
3
-11
0
Playoffs
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