Nati-Coach Grings begründet die Nicht-Nomination von Xhemaili
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«Riola hat geweint»:Nati-Coach Grings begründet die Nicht-Nomination von Xhemaili

Grings erklärt, warum sie Xhemaili zu Hause lässt
«Sie muss mehr investieren»

Bei der Kaderbekanntgabe für die WM packt Inka Grings den Hammer aus. Die Nati-Trainerin verzichtet in Neuseeland auf Riola Xhemaili.
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Inka Grings weist den Weg nach Neuseeland.
Foto: keystone-sda.ch
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Dass der Name von Riola Xhemaili (20) nicht auf der Liste der 23 Frauen auftaucht, ist die grosse Überraschung, als Nati-Trainerin Inka Grings in der Zürcher Europa-Allee das Kader für die am 20. Juli beginnende WM verkündet. Die Solothurnerin weist trotz ihres jungen Alters bereits einiges an Erfahrung auf. Die Mittelfeldspielerin war 2022 Teil des EM-Kaders, spielte zwei Jahre beim Bundesligisten Freiburg, ehe sie vor wenigen Wochen einen Dreijahresvertrag beim Champions-League-Finalisten Wolfsburg unterzeichnete.

Offensichtlich ein zu geringer Leistungsausweis für Grings. Denn diese packt den Xhemaili-Hammer aus. «Dass sie Qualitäten mitbringt, ist unbestritten, aber wir brauchen hundert Prozent fitte Spielerinnen», begründet die Deutsche den Verzicht auf Xhemaili, bei der Tränen geflossen sind. «Sie ist eine wichtige Spielerin für die Zukunft. Aber sie muss mehr investieren. Ich hoffe, das Ganze löst bei ihr einen Prozess aus. Eine grössere Motivation als die Heim-EM in zwei Jahren kann es nicht geben.» Als Denkzettel will Grings die Nicht-Nomination aber nicht verstanden wissen.

Dass Xhemaili nicht dabei ist, ist in Anbetracht von deren Potenzial trotzdem schwierig nachzuvollziehen. Trotz der Halbfinal-Quali an der U17-EM im Mai sind die grossen Talente beim SFV rar gesät. Und unter Grings konnte die Nati bislang noch nicht überzeugen. In fünf Länderspielen resultierte noch kein Sieg, zuletzt gegen Sambia (3:3) schrammte die Nati an einer Blamage vorbei.

Fünf Turnier-Debütantinnen

Hinzu kommt, dass mit Laura Felber, Marion Rey und Lara Marti Spielerinnen nach Neuseeland fahren werden, die nur eine Nebenrolle einnehmen und kaum Einsatzzeit erhalten werden. Und mit Fabienne Humm (36) ist eine dabei, die eine Woche der Vorbereitung aus beruflichen Gründen verpasst hat. «Sie ist extrem gefährlich in der Box und hat einen Instinkt, den wenige haben», begründet Grings die Nomination der FCZ-Goalgetterin.

Neben Xhemaili muss auch Amira Arfaoui (23) in den sauren Apfel beissen. Die Bernerin, die bei Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, schaffte den letzten Cut ebenfalls nicht. Erstmals an einer Endrunde hingegen mit dabei sind Iman Beney (16), Alisha Lehmann (24), Seraina Piubel (23), Marion Rey (24) und Laura Felber (21).

Thalmann die Nummer 1

Beney ist der Shootingsstar dieser Vorbereitung und feierte am Freitag beim 3:3 gegen Sambia ein Traumdebüt, als sie kurz nach ihrer Einwechslung das 2:3 vorbereitete. Die YB-Stürmerin ist ein Versprechen für die Zukunft und wird zur jüngsten Schweizer WM-Teilnehmerin. «Sie hat sich körperlich durchgesetzt und sich auch bei den etablierten Spielerinnen Respekt verschafft», so Grings.

Angeführt wird das Kader von Captain Lia Wälti (30). Zusammen mit Ramona Bachmann (32), Ana-Maria Crnogorcevic (32), Eseosa Aigbogun (30), Fabienne Humm (36), Noelle Maritz (27) und Gaëlle Thalmann (37) war Wälti bereits 2015 in Kanada mit dabei, als die Nati ihre WM-Premiere feierte. Thalmann wird wie von Blick angekündigt auch die vierte Endrunde als Nummer 1 im Tor in Angriff nehmen. Livia Peng ist die Nummer 2, Seraina Friedli die Nummer 3.

WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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