«Hätte an der WM spielen können»
Nati-Verteidigerin Bühler bekommt ihr Spanien-Duell

Am Dienstag kommt es für die Frauen-Nati in der Nations League zum Wiedersehen mit Spanien. Im WM-Achtelfinal setzte es gegen den späteren Weltmeister ein Debakel ab. Damals nicht dabei war Abwehrchefin Luana Bühler – obwohl sie hätte spielen können.
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Luana Bühler fehlte bei der 1:5-Pleite gegen Spanien im WM-Achtelfinal.
Foto: keystone-sda.ch
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Luana Bühler (27) steht beim 1:5-Debakel im WM-Achtelfinal Anfang August in Auckland nicht auf dem Platz, obwohl sie einsatzfähig gewesen wäre. Doch Inka Grings verzichtet auf ihre Abwehrchefin, nachdem das Team auch ohne die leicht verletzte Innenverteidigerin in der Vorrunde gegen Norwegen und Neuseeland kein Gegentor erhalten hat. Der Schuss geht nach hinten los. Die Nati geht sang- und klanglos unter. «Ich hätte spielen können», sagt Bühler gegenüber Blick. Eine Polemik will sie wegen ihrer Nicht-Nomination aber nicht entfachen. «Klar will man immer spielen, aber diesen Entscheid überlasse ich dem Trainerteam.»

Auch zum Knatsch um das Nicht-Aufgebot für die Rekord-Nati-Spielerin Ana-Maria Crnogorcevic für die Spiele gegen Italien und Spanien äussert sich Bühler diplomatisch. «Die Trainerin stellt das Kader auf. Wir Spielerinnen nehmen das an und versuchen, die Neuen gut zu integrieren und es ihnen möglichst einfach zu machen.»

«Von Playstation spielen bekomme ich nicht die Erfahrung»
1:19
Inka Grings vor Spanien-Spiel:«Von Playstation spielen bekomme ich nicht die Erfahrung»

Auch wenn die WM sowohl für die Nati als auch für Bühler bitter endete, bleibt das Turnier in Down Under der Zentralschweizerin in guter Erinnerung. «Ich habe die Momente genossen.» Vor allem die Atmosphäre in den Stadien sei einmalig, die grosse Unterstützung aber auch ausserhalb spürbar gewesen. «Ich nahm viel Positives mit nach England.»

London als nächster Entwicklungsschritt

England ist der neue Lebensmittelpunkt Bühlers. Tottenham heisst die neue Herausforderung. Eine neue Welt für Bühler, die nach fünf Jahren im beschaulichen Hoffenheim in diesem Sommer nach London wechselte. Dort hat sie ein hochprofessionelles Umfeld vorgefunden. «Es ist alles sehr gut strukturiert und organisiert. Es wird einem sehr viel abgenommen, damit man sich auf das Fussballspielen konzentrieren kann. Das macht es einer Spielerin sehr einfach.» Der Fussball auf der Insel sei anders. Direkter, physischer, individueller. Die Meisterschaft im Land des Europameisters und WM-Finalisten startet aber erst nach der Nati-Pause.

Langsam gewöhnt sich Bühler an die Tücken des britischen Alltags, wie das Autofahren auf der linken Seite. Und inzwischen ist sie auch auf dem schwierigen Londoner Wohnungsmarkt fündig geworden. In der Nähe des Trainingscenters hat sie eine Bleibe gefunden. «Mit einem grossen Wohnzimmer, wo ich auch etwas Raum und Platz habe.»

EM im Hinterkopf

Bis 2025 hat sie beim Traditionsklub aus dem Norden Londons unterschrieben. Dann findet auch die Heim-EM statt, das nächste grosse Highlight für die Nati. Klar sei die EM im Hinterkopf, so Bühler. «Viele Leute sind bereits sehr engagiert und arbeiten schon für das Turnier. Unsere Aufgabe wird sein, möglichst offensiv und begeisternd zu spielen, um das Publikum mitzureissen.»

Von begeisterndem Fussball ist die Nati derzeit aber weit entfernt. In der Offensive hapert es massiv. In den letzten sechs Spielen schoss die Schweiz nur drei Tore, wobei der Ehrentreffer im WM-Achtelfinal gegen Spanien ein spektakuläres Eigentor war. Zum Auftakt der Nations League am Freitag in St. Gallen gegen Italien (0:1) vermochte die Nati nur in der Schlussphase etwas Druck zu erzeugen, worauf der Funke sogleich auch auf das Publikum übersprang.

Am Dienstag in Cordoba gilt der Fokus aber vor allem der Defensive. Auf Bühler und die Nati wartet viel Arbeit. Die Abwehrchefin freut sich dennoch auf das Duell. Schliesslich hat sie mit den Weltmeisterinnen noch eine spezielle Rechnung offen.

WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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