So erklärt Nils Nielsen seinen Entscheid
2:16
Keine Vertragsverlängerung:So erklärt Nils Nielsen seinen Entscheid

Auch Nielsen verlässt den SFV
Der nächste Abgang

Nach Tatjana Haenni verlässt auch Frauen-Nationaltrainer Nils Nielsen (50) den SFV. Er wird seinen Ende Jahr auslaufenden Vertrag aus familiären Gründen nicht verlängern. Seine Familie lebt seit längerem wieder in Dänemark.
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Nach der WM-Qualifikation ist Schluss: Nils Nielsen verlässt aus familiären Gründen den SFV.
Foto: keystone-sda.ch
Christian Finkbeiner

Mit seinem Entscheid, die Schweiz zu verlassen, kam Nils Nielsen womöglich dem Verband zuvor. Spätestens seit der EM in England und dem Ausscheiden in der Vorrunde war er nicht mehr unbestritten. 2022 ist das Team noch immer ohne Sieg, zudem warfen Nielsens Taktik und Interviews an der EM Fragen auf.

Dem Dänen wird auch vorgeworfen, das Team nicht genügend weiterentwickelt zu haben. Allerdings bekundete er auch Pech. Seine Ära stand unter einem schlechten Stern. Kurz nach Beginn seiner Amtszeit verunglückte Florijana Ismaili tödlich, dann kam die Corona-Pandemie. Später verletzten sich die Super-Talente Géraldine Reuteler und Malin Gut schwer am Knie.

Goldene Chance verpasst

Trotz der warmen Worte der SFV-Verantwortlichen, die sportliche Bilanz Nielsens ist zwiespältig. Mit der EM-Qualifikation erfüllte er die Pflicht. Die Kür wie mit seinem Heimatland, mit dem er 2017 den EM-Final erreichte, gelang Nielsen hingegen nicht. In der laufenden WM-Qualifikation verpassten die Frauen bei der Heimniederlage gegen Italien eine goldene Chance, das Ticket für Australien und Neuseeland direkt zu lösen.

Zwei wegweisende Spiele

Zum Abschluss der WM-Qualifikation trifft die Schweiz am 2. September auswärts auf Kroatien und am 6. September in Lausanne auf Moldawien. Läuft alles nach Papierform, qualifizieren sich die SFV-Frauen hinter Italien als Gruppenzweite für die Playoffs Anfang Oktober. In diesen werden zwei weitere WM-Tickets vergeben. Einem dritten europäischen Team winkt an den Interkontinental-Playoffs im Februar in Neuseeland eine letzte Chance, sich für die WM im Sommer 2023 zu qualifizieren.

Zum Abschluss der WM-Qualifikation trifft die Schweiz am 2. September auswärts auf Kroatien und am 6. September in Lausanne auf Moldawien. Läuft alles nach Papierform, qualifizieren sich die SFV-Frauen hinter Italien als Gruppenzweite für die Playoffs Anfang Oktober. In diesen werden zwei weitere WM-Tickets vergeben. Einem dritten europäischen Team winkt an den Interkontinental-Playoffs im Februar in Neuseeland eine letzte Chance, sich für die WM im Sommer 2023 zu qualifizieren.

«Das Wissen, dass ich aufhöre, kann zusätzlich motivieren», so Nielsen, der von der Qualifikation weiter überzeugt ist. Ungewöhnlich ist, dass er das Team auch im Fall einer WM-Teilnahme im nächsten Sommer nicht betreuen würde. Sein Vertrag läuft Ende Jahr aus, mit ihm tritt auch Assistenztrainerin Marisa Wunderlin ab.

Bei den Spielerinnen ist Nielsen beliebt. Im Gegensatz zu seiner Vorgängerin Voss-Tecklenburg pflegt er einen kooperativen Führungsstil und setzte auf Eigenverantwortung. Unter dem Strich nicht minder erfolgreich. Auch unter der heutigen deutschen Bundestrainerin hatten die SFV-Frauen an Endrunden einen Coup jeweils knapp verpasst.

«Aus sportlicher Sicht kommt es nicht überraschend»
3:32
Blick-Finkbeiner zu Nielsen:«Aus sportlicher Sicht kommt es nicht überraschend»
WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
6
7
14
2
Italien
Italien
6
8
9
3
Schweden
Schweden
6
0
8
4
Serbien
Serbien
6
-15
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
6
13
2
Niederlande
Niederlande
6
3
11
3
Irland
Irland
6
0
9
4
Polen
Polen
6
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
18
15
2
England
England
6
8
15
3
Island
Island
6
-9
6
4
Ukraine
Ukraine
6
-17
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
17
16
2
Norwegen
Norwegen
6
2
12
3
Österreich
Österreich
6
-6
4
4
Slowenien
Slowenien
6
-13
3
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Wales
Wales
6
12
14
2
Tschechische Republik
Tschechische Republik
6
10
11
3
Albanien
Albanien
6
-5
7
4
Montenegro
Montenegro
6
-17
1
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
13
16
2
Türkei
Türkei
6
6
13
3
Nordirland
Nordirland
6
1
6
4
Malta
Malta
6
-20
0
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
15
2
Finnland
Finnland
6
9
15
3
Slowakei
Slowakei
6
-9
6
4
Lettland
Lettland
6
-13
0
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
22
14
2
Belgien
Belgien
6
21
14
3
Israel
Israel
6
-10
6
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-33
0
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Litauen
Litauen
6
8
11
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
6
18
11
3
Estland
Estland
6
5
11
4
Liechtenstein
Liechtenstein
6
-31
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
6
17
15
2
Kroatien
Kroatien
6
15
15
3
Bulgarien
Bulgarien
6
-1
6
4
Gibraltar
Gibraltar
6
-31
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
6
19
16
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
6
12
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
6
-12
6
4
Andorra
Andorra
6
-13
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
4
7
12
2
Färöer
Färöer
4
-1
6
3
Georgien
Georgien
4
-6
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
4
8
10
2
Moldawien
Moldawien
4
1
5
3
Zypern
Zypern
4
-9
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
4
9
9
2
Kasachstan
Kasachstan
4
3
7
3
Armenien
Armenien
4
-12
1
Qualifikationsspiele
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