Bitterer Popp-Abschied
Mbabu und Giger gewinnen den Pokal – Vallotto geht leer aus

Kevin Mbabu und Marc Giger gewinnen mit ihren Vereinen den Pokal. Anders sieht es bei Smilla Vallotto aus, sie verliert mit Wolfsburg den Final gegen Bayern.
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Der FC Midtjylland gewinnt zum dritten Mal den dänischen Pokal.
Foto: keystone-sda.ch
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Julian SigristRedaktor Sport

Kevin Mbabu gewinnt mit dem FC Midtjylland den dänischen Pokal. Der Verein aus der Stadt Herning schlägt im Final Rekordsieger Kopenhagen mit 1:0 und feiert nach 2019 und 2022 den dritten Pokal-Gewinn der Geschichte. Den entscheidenden Treffer erzielt Han-Beom Lee erst in der 82. Minute. Den knappen Vorsprung verteidigt Midtjylland im Anschluss, auch dank Mbabu, der kurz nach dem Führungstreffer eingewechselt wird.

Grund zur Freude hat auch Marc Giger. Er gewinnt mit Union St. Gilloise den Pokal-Final gegen Anderlecht mit 3:1 nach Verlängerung. Für den Verein aus der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es der insgesamt vierte Pokal-Gewinn. Zum Matchwinner avanciert Joker Kevin Rodrigues, der nachdem es nach 90 Minuten 1:1 gestanden hat, in der Verlängerung einen Treffer vorbereitet und einen selbst erzielt. Giger kommt nicht zum Einsatz.

Bayern holt Double

Smilla Vallotto muss derweil auf ihren ersten Titel mit dem VfL Wolfsburg warten. Die Nati-Spielerin muss 90 Minuten von der Bank mitansehen, wie die Wölfe den Final des DFB-Pokal gegen den FC Bayern gleich mit 0:4 verlieren. Für die Münchner ist es der zweite Pokalsieg in Folge und gleichzeitig auch das zweite Double hintereinander. Bereits in der Bundesliga verdrängten die Bayern Wolfsburg auf den zweiten Platz.

Den Sieg sichern sich die Münchner vor allem in der zweiten Hälfe. Vor der Pause halten die Wölfe defensiv noch gut dagegen, bekommen kurz vor dem Halbzeitpfiff aber einen Penalty gegen sich, den Stanway souverän verwandelt. Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Bayern immer mehr die Kontrolle und lassen durch Treffer von Harder, Tanikawa und Caruso keine Zweifel aufkommen.

Besonders bitter ist die Niederlage für Alexandra Popp, die nach Schlusspfiff ihre Tränen nicht zurückhalten kann. Für die 35-Jährige ist es nach 14 Jahren die letzte Partie im Trikot der Wölfe, bevor sie im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt. In Wolfsburg schoss sie in 383 Partien 294 Tore, gewann sieben Mal die Meisterschaft und elf Mal den DFB-Pokal. Mit der Niederlage gegen Bayern ist nun auch die perfekte Pokal-Final-Bilanz von Popp kaputt, in den ersten 13 ihrer Karriere – zwei davon mit Duisburg – ging sie als Siegerin vom Platz.

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