Darum gehts
- Thun überrascht im Europa-League-Rückspiel gegen Lech Posen mit Aufstellung
- Youngster Louis Passavant zeigt in Startelf-Debüt starke Leistung mit 20 Jahren
- Thun verlor Hinspiel 0:7, Rückspiel endete 2:2, Passavant lobt Team
So manch ein Thun-Fan wird etwas verdutzt aufs Matchblatt geschaut haben, als er die Aufstellung für das Playoff-Rückspiel in der Europa League gesehen hat. Klar ist es verständlich, dass Trainer Gian-Luca Privitelli nach der 0:7-Klatsche gegen Lech Posen Kräfte schonen will, trotzdem überrascht die Startelf mit gewissen Namen. So startet im Tor nicht wie gewohnt Niklas Steffen, sondern Cupgoalie Tim Spycher.
Privitelli stellt nach dem 2:2 im Rückspiel gegen den polnischen Meister aber klar, dass er damit keinen Konkurrenzkampf auf der Goalieposition lanciert: «Tim macht es sehr gut in den Trainings, aber ein Wechsel ist kein Thema. Nach dem 0:7 wussten wir aber, dass wir Tim, unserem Cupgoalie, einen Einsatz geben können.»
Glücklicher Nachwuchsspieler
Auch das Startelf-Debüt von Louis Passavant hat überrascht. Nach 16 Minuten im Cup gegen Saxon Sports ist es erst der zweite Profieinsatz überhaupt für den 20-Jährigen. Nach dem Spiel strahlt der Ex-FCB-Junior über beide Ohren. «Es war super. Ich hatte ein gutes Gefühl. Es war sehr positiv.»
Dass der Innenverteidiger in der Startelf stehen werde, habe er bereits am Mittwochabend erfahren. «Ich war ein bisschen nervös. Das Team und der Staff haben mir aber ein gutes Gefühl gegeben, entsprechend bin ich happy, wie es rausgekommen ist», sagt Passavant zu Blick.
Captain und Trainer sind zufrieden
Lob gibt es von seinem Innenverteidiger-Kollegen und Captain Marco Bürki: «Er hat sich im Training enorm aufgedrängt. Er gibt immer Vollgas. Er ist willig, will lernen und hört zu. Genau solche Spieler können wir brauchen. Louis hat heute eine super Leistung gezeigt», so Bürki.
Passavant freut sich über die Worte von Bürki: «Es ist top, Lob zu erhalten, gerade von ihm als Captain der Mannschaft. Ich habe sehr grossen Respekt ihm gegenüber, und wenn es von ihm kommt, ist das top, top, top.»
Doch nicht nur von Bürki erhält er Lob, sondern auch von seinem Trainer. «Ich kenne ihn bereits aus der Zeit bei Basel. Er ist ein absoluter Mentalitätsspieler und was die Einstellung angeht immer auf einem Topniveau.» Wie es mit dem Nachwuchsspieler jetzt weitergeht, wisse Privitelli noch nicht. Eine erste Duftmarke hat er bei den Profis aber auf jeden Fall hinterlassen.
