FCB-Charaktertest in Nikosia
Kollers Tage der Wahrheit!

Fünf Spiele, vier Pleiten: Der FCB ist so schlecht wie noch nie in diesem Jahrtausend. Gehts nun Coach Marcel Koller (59) an den Kragen?
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FCB-Trainer Koller kurz vor Abflug nach Zypern.
Foto: freshfocus
Stefan Kreis

Marcel Koller lächelt, als er um 7.30 Uhr seine Identitätskarte zückt und kurz darauf in den Flieger nach Zypern steigt. Dabei müsste dem FCB-Trainer derzeit eher zum Heulen zumute sein. Vier Pleiten aus den letzten fünf Spielen, so schlecht ist der FCB schon lange nicht mehr in die Rückrunde gestartet.

Doch statt den Trainer öffentlich anzuzählen, demonstrieren die Bosse Zusammenhalt. Präsident Bernhard Bur­gener sitzt im Flieger demonstrativ neben dem Trainer, Sportchef Ruedi Zbinden nimmt in der Abflughalle ebenfalls neben Koller Platz.

Dieser spürt die Rückendeckung, die Kommunikation funktioniere, so der Zürcher: «Der Austausch mit dem Sportchef und mit dem Präsidenten ist sehr gut. Mit Ruedi Zbinden tausche ich mich täglich aus, mit dem Präsidenten weniger, weil er anderes zu tun hat und ich ihn nicht stören will.»

Trotz aller Vertrauensbekundungen: Sowohl Burgener als auch Zbinden wissen, dass der Trainer in Basel nur dann längerfristig zu verkaufen ist, wenn die Resultate stimmen. Koller, die GC-Ikone, die nie für einen anderen Klub gespielt hat als für den Rekordmeister, wird in Basel nie von allen geliebt werden. Ähnlich wie FCZ-Legende Urs Fischer, der trotz Doublesieg und Punkterekord Basel verlassen musste.

Nix mit Vertragsgesprächen

Koller ist noch da, sein Vertrag läuft aber im Juni aus. Eine vorzeitige Entlassung ist derzeit zwar kein Thema, aber auch konkrete Verlängerungsgespräche nicht. Erst stehen die Tage der Wahrheit an, die heute Donnerstag mit dem Duell gegen Apoel Nikosia beginnen und am Sonntag in einer Woche mit dem Auswärtsspiel gegen den FCL enden. Dazwischen gastieren Servette und die Zyprioten im Joggeli.

Ob Koller seinen Kopf noch aus der Schlinge zieht? Aus­geschlossen ist es nicht. Mit ­Omlin, Alderete, Cömert und Widmer verfügen die Basler über eine Defensive, die nur schwer zu knacken ist und zum Besten gehört, was die Super League zu bieten hat. In den Achtelfinals der Europa League gegen Apoel ein immenser Vorteil, zwei Unentschieden könnten zum Weiterkommen reichen.

Gegen Servette, das den FCZ am vergangenen Wochenende in Einzelteile zerlegte, und gegen Luzern, das unter dem neuen Coach Fabio Celestini ebenfalls begeisterte, reicht eine ­solide Defensive aber nicht aus. Dort zählen für Koller einzig und allein Siege.

«Das darf uns jetzt nicht belasten!»
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Frei über FCB-Krise vor Apoel:«Das darf uns jetzt nicht belasten!»
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