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Das meint BLICK
Nsame für zwei Spiele zu sperren, ist arrogant!

YB-Star Jean-Pierre Nsame wird für sein taktisches Foul im Spiel gegen Cluj von der Uefa mit zwei Spielsperren bedacht. Dies fünf Wochen nach dem Spiel. Zeitpunkt und Länge der Sperre sind unhaltbar, findet BLICK-Redaktor Alain Kunz.
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BLICK-Redaktor Alain Kunz findet die Nsame-Sperre unverständlich.
Alain Kunz

Es herrschte in der Fachwelt völlig Einigkeit: Die Rote Karte gegen Jean-Pierre Nsame im Heimspiel gegen Cluj war ein Fehlentscheid. Ein krasser überdies, so dass selbst der immer besonnene Sportchef Christoph Spycher von einem Witz sprach. Taktisches Foul. Gelb. Okay.

Doch der französische Schiri Bastien, der in diesem Spiel so ziemlich alles Wichtige falsch pfiff (auch wenn YB davon profitierte…), zeigte Rot. Und nun, unfassbare sieben (!) Wochen nach dem Spiel, kriegt Nsame die Rechnung von der Uefa präsentiert: zwei Spielsperren! Damit fehlt er in beiden Leverkusen-Spielen. Das würde in der Meisterschaft im Verhältnis, hochgerechnet auf die Anzahl Spiele in der Meisterschaft mit jenen in Europa, etwa sieben Sperren entsprechen!

Dass es sieben Wochen dauerte, bis die Uefa (Un-)Recht sprach, zeugt von einer unglaublichen Arroganz! Und offenbar kennt sie nicht mal ihr eigenes Regelwerk, das für Rot nach grobem Foulspiel (was maximal konstruiert werden kann) eine Spielsperre vorsieht.

Den eigenen Mann bedingungslos zu schützen, egal, wie falsch der Entscheid auch war, das ist Rechtsprechung aus dem Mittelalter. Hoffentlich findet YB vernunftbegabte und unabhängige Menschen im Berufungssenat.

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