«Ganzes Stadion hats gesehen»
Österreicher stinksauer auf Schiedsrichter

Die Österreicher verlieren wegen eines Eigentors gegen Frankreich. Nicht nur das gibt zu reden, sondern vor allem auch die Leistung des Schiedsrichters. Mit dieser sind die Ösis so gar nicht zufrieden.
Publiziert: 18.06.2024 um 08:10 Uhr
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Aktualisiert: 18.06.2024 um 08:58 Uhr
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Gibt mit seiner Leistung zu reden: Schiedsrichter Jesus Gil Manzano.
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Tim Guillemin

Frankreich besiegt Österreich dank eines grossartigen N'Golo Kanté – aber auch dank eines eklatanten Schiedsrichterfehlers. Kylian Mbappé hätte in der 38. Minute nicht flanken und so Maximilian Wöbers Eigentor provozieren dürfen. Denn Österreich wird vor dieser Szene um einen Eckball betrogen.

Christoph Baumgartner vergibt die Riesenchance auf die Führung, weil Mike Maignan den Ball noch ablenkt. Für die Österreicher ist klar, das gibt Eckball. Sie machen sich schon dafür bereit, da zeigt der Schiedsrichter zur Überraschung aller auf Abstoss.

«Ich kann es nicht verstehen»

«Das ganze Stadion hat es gesehen, nur die vier Schiedsrichter nicht. Es ist unglaublich, dass sie nicht über die Kopfhörer informiert wurden, dass es einen Eckball geben müsste. Und ich rede nicht vom VAR, denn das ist keine Situation, in der er eingreifen kann», beschwert sich Österreich-Trainer Ralf Rangnick und erweist sich nicht gerade als guter Verlierer.

Auch Ösi-Stars nehmen Schiri ins Visier

Philipp Mwene : «Das ganze Stadion hat gesehen, dass es Eckball sein muss. Das wäre ein Momentum, wo du dich wieder vorne festsetzen kannst. Es ist ärgerlich, dass im Gegenzug das Tor passiert.»

Patrick Pentz: «Bei so einem Turnier, wo es nach zwei Gelben eine Sperre gibt, kann man cleverer entscheiden, speziell nach Emotionen. Dass man da so schnell Gelb zückt, ist unverständlich. Der Schiedsrichter war kleinlich, hatte keine klare Linie.»

Florian Grillitsch: «Jede 50:50-Entscheidung war gegen uns, es waren viele strittige Situationen. Es waren sehr viele Entscheidungen gegen uns.»

Konrad Laimer : «Manchmal hat den Franzosen ein anderer Mann auch noch am Platz geholfen hat, aber das ist halt manchmal so gegen solche Nationen.»

Alle Quotes gemäss «heute».

Philipp Mwene : «Das ganze Stadion hat gesehen, dass es Eckball sein muss. Das wäre ein Momentum, wo du dich wieder vorne festsetzen kannst. Es ist ärgerlich, dass im Gegenzug das Tor passiert.»

Patrick Pentz: «Bei so einem Turnier, wo es nach zwei Gelben eine Sperre gibt, kann man cleverer entscheiden, speziell nach Emotionen. Dass man da so schnell Gelb zückt, ist unverständlich. Der Schiedsrichter war kleinlich, hatte keine klare Linie.»

Florian Grillitsch: «Jede 50:50-Entscheidung war gegen uns, es waren viele strittige Situationen. Es waren sehr viele Entscheidungen gegen uns.»

Konrad Laimer : «Manchmal hat den Franzosen ein anderer Mann auch noch am Platz geholfen hat, aber das ist halt manchmal so gegen solche Nationen.»

Alle Quotes gemäss «heute».

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«Natürlich kann man sagen, dass zwischen der Parade ihres Goalies und dem Tor 90 Sekunden vergehen. Aber wenn wir den Eckball bekommen hätten, wäre die Situation anders ausgegangen», redet er sich in Rage. «Ich kann das nicht verstehen. Wenn der Goalie nicht pariert, ist es ein Tor. Wie kann man da nicht auf Eckball entscheiden?»

Ausserdem hätten seine Spieler zu viele Karten bekommen. «Wir haben fünfmal Gelb gesehen, Frankreich nur zweimal. Das spiegelt nicht wider, was ich auf dem Rasen gesehen habe», moniert er. Frankreichs Trainer Didier Deschamps kontert: «Sie haben fünf Karten bekommen, hätten aber auch mehr bekommen können.»

Besonderes Lob für den Goalie

Dennoch will Rangnick die Niederlage nicht mit der schwachen Leistung von Schiedsrichter Jesus Gil Manzano erklären. «Wir sind vom Ergebnis enttäuscht, das ist klar», sagt er. Aber Frankreich habe in 100 Minuten kein Tor erzielt und nur wegen eines unglücklichen Eigentors gewonnen. «Wir haben zwei grosse Chancen, auch Frankreich kommt zu Möglichkeiten. Patrick Pentz hat ein tolles Spiel gemacht», lobt er seinen Goalie.

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In der Nachspielzeit verpasst es Österreich, doch noch den Ausgleich zu erzielen. «Deschamps hat mir gesagt, dass er froh ist, dass das Spiel zu Ende ist», verrät Rangnick. Das Gleiche haben ihm auch Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté gesagt.

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