Einen Sympathiepreis haben die Argentinier an der WM definitiv nicht gewonnen. Vor allem nach dem Schlusspfiff nach dem verlorenen Final gegen Spanien sorgten gewisse Spieler für unschöne Szenen. So ging zum Beispiel Leandro Paredes auf Eric Garcia und Gavi los. Die Fifa-Disziplinarkommission hat deswegen Ermittlungen aufgenommen und zieht den Rüpel nun aus dem Verkehr. Ganze zehn Spiele mit der Nationalmannschaft wird Paredes zum Zuschauen verdammt. Dazu muss er eine Busse von 90'000 US-Dollar (rund 72'000 Franken) berappen.
Ein ähnliches Schicksal ereilt Nahuel Molina, der ebenfalls an der Rudelbildung beteiligt war. Er wird für sieben Spiele gesperrt, muss aber auch 90'000 Dollar bezahlen. Mit Thiago Almada (3 Spiele/30'000 Dollar) und Pablo Martin Paez Gavira (1 Spiel/30'000 Dollar) werden zwei weitere Spieler bestraft. Der Teamoffizielle Roberto Ayala darf das Team drei Partien lang nicht unterstützen und bekommt von der Fifa ebenfalls eine Busse von 30'000 Dollar aufgebrummt.
Auch der Verband erhält eine Strafe. Wegen mehrerer Vergehen – darunter «Nutzung einer Sportveranstaltung für sportfremde Kundgebungen» und «Diskriminierung und rassistische Beleidigungen» – muss der argentinische Verband 321'000 US-Dollar (257'000 Franken) bezahlen. Hinzu kommt, dass bei den nächsten beiden Spielen nur 50 Prozent der Fans zugelassen sind. Die Strafe wird aber zur Bewährung ausgesetzt – so müssen nur 100'000 Dollar garantiert bezahlt werden – und nur ein Spiel mit halber Kapazität. Wie lange die Frist gilt, ist nicht bekannt.
