Eben hat Sandi Lovric eine gute Torchance vergeben. Abstoss Marius Müller. Der Deutsche schlägt den Ball nach vorne. Er fliegt, und fliegt, fast wie weiland Simi Ammann, trifft einmal auf dem Boden auf – und liegt dann auf Strafraumhöhe einschussbereit für Luzern-Stürmer Ibrahima Ndiaye, der diese Chance resolut packt. Wahnsinn!
Ein königlicher Lohn für die weniger aktive Mannschaft. Müller krönt seine Leistung mit einer Goalie-typischeren Aktion, als zuerst einen Ball von Maric in den Schlussminuten aus dem Lattenkreuz fischt. Und vor allem als er in der Nachspielzeit der Verlängerung einen von Maric schwach geschossenen Penalty hält. Drama pur in der 122. Minute!
Zum Penalty verrät Müller nach der Partie gegenüber Blick: «Ich setze mich damit viel auseinander, auch für die Liga-Spiele. Wo die Jungs hinschiessen. Mijat (Maric, Anm. der Red.) ist einer der besten in der Liga. Bei ihm hast du nur eine Chance, wenn du lange stehst, wenn du wirklich konsequent durchziehst, er dann nicht platziert schiesst und du reagieren kannst. Wenn er platziert schiesst, hast du keine Chance.»
Lugano in der ersten Halbzeit stärker
Lugano, der Dritte der Super League (in ungewohntem Heim-Orange-Rot…) dominiert die Startphase klar. Abubakar schiesst knapp daneben. Maric noch knapper. Doch zwei Minuten nach dem Warm-up-Programm in Sachen Torchancen «chacheleds», wie der Luzerner SRF-Experte Michel Renggli so schön zu sagen pflegt.
Bottani profitiert gleich von zwei Luzerner Böcken von Knezevic und Grether, bedient wunderbar Lovric. Der Österreicher, der neuerdings für Slowenien aufläuft, drischt das Leder humorlos unter die Latte (20.). Luzern hat eine prompte Antwort, doch Sidler trifft aus 25 Metern die Latte von Osigwe, der den nach wie vor am Knöchel verletzten Stammgoalie Baumann vertritt.
Wind bläst Schürpf-Hereingabe ins Tor
Luzern, das in der Meisterschaft mit 49 am zweitmeisten Tore (!) hinter YB geschossen hat, weiss, dass es mehr machen muss. Doch an diesem nur durch einen starken Wind beeinträchtigen Frühlings-Spät-Nachmittag gelingt der Elf von Fabio Celestini nichts.
Und doch kommen die Luzerner zum Ausgleich. Dank zweier Verbündeter: Des eben erwähnten Windes, der eine Schürpf-Flanke ins Tor trägt. Und dank des ebenso bereits erwähnten Lugano-Keepers, der die Goalie-Ecke offenlässt. 1:1 aus dem Nichts.
Bei letztem Cup-Sieg stieg Luzern ab
Weil Lugano offensiv auch nichts mehr auf die Reihe bringt, kommt es zur Verlängerung. In dieser gibt es vor dem Luzerner Windtor eine Szene, in der Luganos Ardaiz um Zentimeter am 2:1 vorbeischrammt.
Und dann das verrückte 2:1 und der Elfer von Maric. Der Traum vom dritten Cupsieg des FC Luzern lebt. Letztmals klappte das 1992. Als man gleichzeitig abstieg…
Dienstag, 6. April
Aarau – Winterthur 3:0
Dienstag, 13. April
Lugano – Luzern 1:2 n.V.
Mittwoch, 14. April
Kriens – Servette 2:3 n. V.
GC – St. Gallen 1:2
Halbfinals (4./5. Mai):
Servette - St. Gallen
Aarau - Luzern
Dienstag, 6. April
Aarau – Winterthur 3:0
Dienstag, 13. April
Lugano – Luzern 1:2 n.V.
Mittwoch, 14. April
Kriens – Servette 2:3 n. V.
GC – St. Gallen 1:2
Halbfinals (4./5. Mai):
Servette - St. Gallen
Aarau - Luzern
Cornaredo, 0 Fans
SR: Bieri
Die Tore: 20. Lovric (Bottani) 1:0. 79. Schürpf (Knezevic) 1:1. 107. Ndiaye (Müller) 1:2.
Aufstellung Lugano: Osigwe; Lavanchy, Maric, Ziegler, Daprelà (112. Facchinetti); Custodio (86. Macek), Sabbatini, Lovric (112. Lungoyi); Bottani (46. Covilo); Gerndt (70. Ardaiz), Abubakar.
Aufstellung Luzern: Müller; Sidler (63. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek (91. Burch); Tasar, Grether (63. Wehrmann), Emini (63. Alabi), Ndiaye; Schürpf, Schaub (109. Alounga).
Gelb: 35. Sabbatini. 53. Gerndt. 72. Frydek. 82. Schwegler (alle Foul). 83. Wehrmann (Reklamieren). 98. Ardaiz. 101. Lavanchy. 117. Alabi.
Bemerkungen: 21. Lattenschuss Sidler. 105.+1 Pfostenschuss Ardaiz. 122. Müller hält Penalty von Maric.
Cornaredo, 0 Fans
SR: Bieri
Die Tore: 20. Lovric (Bottani) 1:0. 79. Schürpf (Knezevic) 1:1. 107. Ndiaye (Müller) 1:2.
Aufstellung Lugano: Osigwe; Lavanchy, Maric, Ziegler, Daprelà (112. Facchinetti); Custodio (86. Macek), Sabbatini, Lovric (112. Lungoyi); Bottani (46. Covilo); Gerndt (70. Ardaiz), Abubakar.
Aufstellung Luzern: Müller; Sidler (63. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek (91. Burch); Tasar, Grether (63. Wehrmann), Emini (63. Alabi), Ndiaye; Schürpf, Schaub (109. Alounga).
Gelb: 35. Sabbatini. 53. Gerndt. 72. Frydek. 82. Schwegler (alle Foul). 83. Wehrmann (Reklamieren). 98. Ardaiz. 101. Lavanchy. 117. Alabi.
Bemerkungen: 21. Lattenschuss Sidler. 105.+1 Pfostenschuss Ardaiz. 122. Müller hält Penalty von Maric.
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