Ein Oktoberwochenende, langsam wird es frisch, dazu Paarungen, die es noch nie gegeben hat – eine Seltenheit im heutigen Fussball. Keine Frage: Es ist Zeit für die zweite Runde im Schweizer Cup!
Servette schlicht zu stark
Nach dem 7:0 gegen Bavois in der ersten Runde führt Servettes Reise am Freitagabend nach Rotkreuz. Im beschaulichen Zuger Ort zwischen Luzern und Zug wartet ein Gegner aus der 2. Liga inter, dessen Kader einige bekannte Namen enthält. Jordi Nsiala, Nedim Sacirovic oder Bujar Lika sind den Kennern des Schweizer Fussballs ein Begriff. Auch Trainer Roland Schwegler ist national bestens bekannt. Doch um diesem Servette ein Bein zu stellen, reicht es nicht.
Rund 200 mitgereiste Genfer Fans verwechseln beim Anpfiff offenbar den 16. Oktober mit dem 1. August – zur grossen Freude der einheimischen Kinder. Die 1250 Rotkreuz-Anhänger hoffen derweil auf einen Coup ihres Klubs. Doch Servette erledigt seine Aufgabe souverän, wenn auch weniger spektakulär als noch in Bavois.
Dort haben die Genfer gegen den Vertreter aus der Promotion League nach zehn Minuten bereits 4:0 geführt. Diesmal dauert es bis zur 13. Minute, ehe Thomas Lopes mit einem sehenswerten Schuss das Skore eröffnet. Quentin Maceiras und Kingstone Mutandwa leisten die saubere Vorarbeit.
Mutandwa trifft und trifft
Nach einer etwas unruhigen Startphase hat Servette das Geschehen im Griff und erhöht kurz vor der Pause. Maceiras lanciert Mathis Lambourde, dessen perfekte Flanke Mutandwa zum 2:0 verwertet. Damit trifft der neue Genfer Mittelstürmer bereits im fünften Spiel in Folge!
Die Partie ist zur Pause praktisch entschieden. Trainer Jocelyn Gourvennec nutzt den Cup-Auftritt auch, um seinem Offensivquartett weitere Spielpraxis zu geben. Die vier haben bereits vergangene Woche gegen Sion überzeugt und sollen ihre Abläufe weiter festigen. Wie gegen die Walliser spielt Lopes hinter der sambischen Sturmspitze Mutandwa, Lambourde und Jasper Karlsson besetzen die Flügel. In der Defensive rotiert der Franzose dagegen: Téo Allix und Marco Burch bilden die Innenverteidigung, im Tor steht Léo Besson.
Rotkreuz hält zu Beginn der zweiten Halbzeit gut dagegen, ehe in den letzten zwanzig Minuten die Kräfte nachlassen. Allix, der nach einer Stunde auf die rechte Abwehrseite wechselt, bedient Mutandwa mit einer mustergültigen Flanke. Der Stürmer schnürt seinen Doppelpack und erhöht auf 3:0. Ein Patzer von Rotkreuz-Goalie Jan Studerus ermöglicht Pedro Naressi wenig später das 4:0.
Servette bietet keine Gala, erfüllt seine Pflicht aber souverän. Die Genfer stehen im Cup-Achtelfinal.