Es gibt in der Schweiz wohl keinen lauteren Stadionsprecher als Stefan Bernhard vom FC Schaffhausen. Wann immer er zum Mikro greift und einen «Hopp-Schaffhuse»-Fansong anreisst, zucken einige Fans vor Schreck zusammen.
Insgesamt sind 4358 in der Arena. Und wohl niemand dürfte sein Kommen bereut haben. Weil die beiden Mannschaften ein attraktives Spiel zeigen, das Stoff für unzählige Geschichten liefert.
Fehlschuss des Jahres und strittiger Penaltypfiff
Da wäre der Fehlschuss des Jahres von Thuns Stürmer Christoffersson, der es doch tatsächlich fertig bringt, den Ball aus drei Metern völlig frei in die Arme von Schaffhausen-Goalie de Nitti zu köpfen.
Oder der Penaltypfiff, der den FC Thun in der regulären Spielzeit vor dem Ausscheiden rettet. Zwar geht Schaffhausens Verteidiger Wetz einigermassen unglücklich in den Zweikampf, trotzdem ist der Pfiff ein Witz. Auch die zahlreichen Latten- und Pfostenschüsse sollen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Für den Höhepunkt des Spiels aber sorgt Schaffhausens Joker Volkart, der in der letzten Sekunde der Verlängerung zum Ausgleich trifft und ein Penaltyschiessen möglich macht.
Schaffhausens Saliji scheitert zweimal vom Punkt
Auch dort gibts zahlreiche Geschichten. Mit Noel Wetz scheitert ein ehemaliger Thun-Junior an Spycher, kurz darauf trifft Bürgy bloss die Latte. Schaffhausens Daniel Kadima packt den Panenka aus, Saliji, der schon in der regulären Spielzeit verschossen hat, scheitert erneut.
Am Ende ist Schaffhausens Brillani Soro der ärmste Mann auf dem Platz. Weil er den entscheidenden Elfmeter verschiesst und Thun die Türe in den Achtelfinal öffnet.