Thun-Sportchef Andres Gerber
«Es wäre für uns ein Jackpot»

Andres Gerber weiss, wie es ist, den Pokal zu stemmen. Das will er auch mit Thun erleben.
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Sportchef Andres Gerber hat 1999 mit Lausanne den Cup gewonnen.
Foto: Keystone
Martin Arn

Es ist im Jahr 1999. Lausanne gewinnt gegen GC den Cupfinal im Wankdorf mit 2:0. Bei Lausanne spielt der 26-jährige Andres Gerber im rechten Mittelfeld. «Unvergesslich», sagt Gerber heute. «Ein Cupfinal ist etwas ganz Spezielles. In der Mannschaft, in der Stadt – da wird tagelang, wochenlang nur von diesem ­einen Spiel gesprochen. So etwas mit Thun zu erleben, das wäre natürlich einmalig. Diese Geschichte würden wir gerne ­schreiben.»

Die Chancen, dass sich Thun erstmals seit 64 Jahren wieder für einen Cupfinal qualifiziert, stehen nicht so schlecht. Heute Abend heisst der Gegner Lugano. «Das ist sicher kein Freilos. Gegen Lugano ist es immer ein Chrampf», sagt Gerber. «Aber klar, wenn du im Viertelfinal stehst und dann noch zu Hause spielen kannst, dann rechnet man sich schon Chancen aus.»

Thun muss allerdings auch mit der doch eher ungewohnten Favoritenrolle zurechtkommen. Aus den letzten fünf Spielen ­haben die Oberländer elf Punkte geholt. In elf Heimspielen haben sie nur gegen YB verloren.

Cupsieger ist direkt für EL-Gruppenspiele qualifiziert

«Ein Cupsieg», sagt Gerber, «wäre für uns wie ein Jackpot.» Der Schweizer Cupsieger ist direkt für die Gruppenspiele der Europa League qualifiziert. Dort gibt es inzwischen auch ordentlich Geld zu verdienen. Allein die Startprämie beträgt mehr als drei Millionen Franken. Für einen Klub wie den FC Thun, der mit knapp 7 Millionen haushalten muss, ein Riesenbetrag.

Ausser Gerber weiss übrigens nur ein Spieler, wie es sich anfühlt, Cupsieger zu werden. Stefan Glarner holte 2014 mit dem FCZ den Titel, musste beim 2:0-Sieg gegen den FCB aber von der Bank aus zuschauen.

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