Das Spiel
Der Viertelfinal im Tourbillon ist ein klassisches Cup-Drama erster Güte! Der FC Basel befreit sich aus praktisch aussichtsloser Lage trotz 0:2-Rückstand nach 81 Minuten in extremis. Die Bebbi retten sich beim Cup-Schreck dank zwei späten Toren in die Verlängerung. Dort ist Valentin Stocker der Matchwinner mit einem Traumgoal (101.). Der FCB und vor allem Trainer Marcel Koller können sich so die Hoffnung auf einen Titel 2019 aufrecht erhalten! Zuvor macht Sion alles richtig. Die Walliser halten den Gegner mit solider Abwehr in Schach. Das Spiel bietet wenige Höhepunkte – bis Sion zwischen der 70. und 78. Minute die vermeintliche Vorentscheidung realisiert. Die Basler haben schon früh Verletzungspech. Bua muss in der 29. Minute verletzt raus. Stocker kommt für ihn rein, ein Wechsel, der sich später als goldrichtig erweisen sollte. Nur drei Minuten später erwischts auch Van Wolfswinkel. Für ihn kommt Ajeti zum Zug, auch er trifft.
Die Tore
70. Minute – 1:0 (Lenjani): Sions Lenjani spielt den Ball von der linken Seite ins Zentrum. Dort steht Bruno Morgado goldrichtig und schiebt ein.
78. Minute – 2:0 (Grgic): Ein Traumtor wie aus dem Bilderbuch dank einem direkt verwandelten Corner! Sions Anto Grgic schlägt den Eckball von links hoch in den Strafraum. Der Ball fliegt an Freund und Feind vorbei in die entfernte Torecke. FCB-Goalie Jonas Omlin sieht schlecht aus.
82. Minute – 2:1 (Ajeti): Fabian Frei lanciert Albian Ajeti mit einem mustergültigen Pass. Dieser schmettert das Leder kraftvoll in die Maschen.
88. Minute – 2:2 (Zuffi): Der Wahnsinn bricht aus im Tourbillon. Noah Okafor dringt mit viel Power in den Strafraum der Sittener. Dort berührt Sions Zock Okafor. Der Basler kommt zu Fall. Schiri Klossner zeigt auf den Punkt. Luca Zuffi tritt an und versenkt den Ball unten rechts.
101. Minute – 2:3 (Stocker): Unfassbar! Der FCB dreht die Partie. Ajeti legt ausserhalb des Sechzehners für Teamkollege Stocker auf. Dieser läuft mit dem Ball ein paar Schritte und knallt ihn dann mit einem satten Schuss via Lattenunterkante aus rund 16 Metern ins Netz. Sion-Goalie Fickentscher ist chancenlos.
120. Minute – 2:4 (Stocker): Ein Konter in der Nachspielzeit der Verlängerung setzt den Sittenern endgültig zu. Wieder ist es Stocker, der aufs Goal loszieht und Fickentscher souverän bezwingt.
Der Beste
Valentin Stocker. Erinnert an glorreiche Zeiten. Reibt sich auf, läuft viel, Traumtor zum 3:2, schnürt danach den Doppelpack. Ganz starker Auftritt!
Der Schlechteste
Adryan. Versucht einen Elfmeter zu schinden. Sieht Gelb.
Das gab zu reden
9000 Zuschauer pilgern ins Tourbillon. Das ganz grosse Cup-Fieber ist im Wallis nicht ausgebrochen. Die, die zuhause geblieben sind, dürften ihr Fehlen trotz Sion-Niederlage bereut haben. Mehr Drama? Geht kaum.
So gehts weiter
Am Donnerstag finden die Viertelfinals Nummer 2 und 3 statt. Um 19.30 empfängt Thun den FC Lugano und ab 20.15 Uhr duellieren sich im Letzigrund der FCZ und Challenge-League-Klub Kriens. Im Anschluss ans Spiel in Zürich geht die Auslosung der Halbfinals über die Bühne. Noch nicht bekannt sein wird dann das vierte Team. Luzern und YB tragen ihren Viertelfinal erst kommende Woche am Mittwoch, 6. März (18.00 Uhr) aus.
Sion-Basel 2:4 n.V. (0:0; 2:2)
Tore: Tor: 70. Morgado (Lenjani) 1:0. 78. Grgic 2:0. 82. Ajeti 2:1. 88. Zuffi (Foulpenalty) 2:2. 101. Stocker 2:3. 120. Stocker 2:4.
Aufstellungen: Sion: Fickentscher; Maceiras, Zock (97. Djitte), Ndoye, Lenjani; Neitzke; Kasami, Grgic, Toma, Fortune (63. Morgado); Adryan (69. Abdellaoui).
Basel: Omlin; Widmer (82. Kuzmanovic), Suchy, Balanta (109. Kaiser), Petretta; Frei, Xhaka; Bua (30. Stocker), Zuffi, Okafor; Van Wolfswinkel (32. Ajeti).