Alle Super-Ligisten setzen sich in der 1. Runde durch
Wilde Szenen bei FCZ-Sieg – Trainer Moniz im Mittelpunkt

Sechs Super-Ligisten setzen sich am Cup-Sonntag in ziemlich souveräner Manier durch. Für einen Aufreger sorgt der FC Zürich – jedoch mit einem Eklat an der Seitenlinie.
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Beim FCZ-Spiel gegen Zug kommt es in der 82. Minute zu wilden Szenen: Ein Spielervater legt sich mit Trainer Ricardo Moniz an.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Zug 94 – Zürich 0:2

Wilde Szenen in der 82. Minute beim Cup-Spiel zwischen Zürich und Zug. Nach einem über weite Strecken unspektakulären 2:0-Sieg des Favoriten dürften diese die Schlagzeilen dominieren.

In einer ereignisarmen zweiten Hälfte wechselt FCZ-Trainer Ricardo Moniz in der 82. Minute Labinot Bajrami aus – obwohl er das Top-Talent erst 18 Minuten zuvor eingewechselt hat. Nach dem Spiel heisst es als Begründung vom Klub: Bajrami hatte sich nach Ansicht des Trainers zu wenig am Pressing des FCZ beteiligt. Nach einem Anpfiff von Moniz soll der Spieler dann mit einem abschätzigen «Fuck off» reagiert haben.

Zu viel des Guten ist die Auswechslung jedenfalls für den Vater des Stürmers, der sich mit Moniz anlegt, gar einen Schirm in Richtung Platz wirft. Erst nachdem FCZ-Präsident Canepa eingreift, beruhigt sich die Lage wieder und die Partie wird zu Ende gespielt.

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Sogar ein Schirm fliegt:Spielervater beschimpft FCZ-Trainer Moniz

Dass der FCZ diese gewinnt, verdankt er zwei Toren in der 1. Halbzeit. Nach zähem Start bringt ein Freistoss von Chouair (21.) die Zürcher auf die Siegerstrasse. Kurz vor der Pause kriegt die Zuger Hintermannschaft eine Flanke nicht geklärt, was Goure zum 2:0-Endstand ausnutzt. Danach lässt der FCZ sportlich auf dem Platz nichts mehr anbrennen, dafür gehts an der Seitenlinie richtig heiss zu und her.

Malcantone – St. Gallen 0:4

St. Gallen siegt gegen den Tessiner Zweitligisten Malcantone mit 4:0. Das Team von Enrico Maassen dominiert dabei die Partie von Anfang an. Nach einer Viertelstunde eröffnet Mihailo Stevanovic das Skore. Er profitiert nach einer Görtler-Flanke von einem Abpraller von Malcantone-Goalie Luca Calvaruso. Kurz vor der Pause sorgen die Espen mit einem Doppelschlag durch Captain Lukas Görtler und Jovan Milosevic für einen 3:0-Vorsprung.

Von Malcantone kommt nach vorne zu wenig. Der Zweitligist ist hauptsächlich mit Abwehrarbeit beschäftigt und kommt kaum gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Die Tessiner können sich in der zweiten Halbzeit vor allem bei ihrem Torhüter Calvaruso bedanken, dass die Führung der St. Galler nicht höher ausfällt. Der Italiener fängt nach einer Stunde mit einer starken Parade einen Görtler-Abschluss ab und rettet gegen Okoroji (67.).

Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff muss sich Calvaruso dann doch noch bezwingen lassen. Nach einem Handspiel im Strafraum von Malcantone gibt es Penalty. Der eben erst eingewechselte Geubbels tritt an, verwandelt in der rechten unteren Ecke und setzt somit den Schlusspunkt in dieser Partie.

Regensdorf – GC 0:9

GC gibt sich in Regensdorf, wo es zeitweise kräftig regnet, keine Blösse. In den ersten fünf Minuten versucht der Zweitligist zwar den Superligist zu überraschen und kommt gleich zu zwei Abschlüssen. Doch danach hat er keinen Stich mehr.

Insbesondere zwei GC-Spieler kriegt Regensdorf zu keinem Zeitpunkt in den Griff: Awer Mabil und Pascal Schürpf. Beide erzielen einen Hattrick. Und der Australier verbucht an diesem Nachmittag neben seinen Treffern auch noch fünf Vorlagen. Die weiteren Torschützen in den Reihen der Hoppers sind Giotto Morandi, Tim Meyer und Dorian Babunski.

Eine Negativmeldung gibt es für Hoppers an diesem Nachmittag trotzdem. Und sie betrifft den nordmazedonischen Stürmer. Dass es nicht Babunskis Tag ist, zeigt sich schon kurz nach Beginn der zweiten Hälfte. Da holt er einen Penalty raus, doch er scheitert an Regensdorf-Goalie Mike Wittke. Und als er gut zwanzig Minuten doch noch seinen Treffer erzielt, bleibt er verletzt liegen. Weil die Hoppers das Wechselkontigent bereits ausgeschöpft haben, beenden sie die Partie zu zehnt.

Im Grossen und Ganzen ist es für GC aber ein gelungener Ausflug ins Zürcher Furtal. Die neun Tore tun der GC-Seele nach dem schwachen Saisonstart besonders gut. Weitergehts für den Rekordmeister in der Super League am nächsten Samstag gegen Sion.

SC Brühl – Lugano 1:7

Nach nur fünf Minuten bejubelt der SC Brühl schon die Führung. Ex-GC-Junior Bajrami lässt Goalie Osigwe wunderbar aussteigen und schiebt dann mühelos zum 1:0 ein. Unterschätzt die Croci-Torti-Elf die Partie im Paul-Grüninger-Stadion zwischen den beiden Europacup-Partien (zuletzt Partizan Belgrad, am Donnerstag Fenerbahce)?

Denkste! Die Antwort der zum Belgrad-Spiel auf neun Positionen veränderten Luganesi lässt nicht lange auf sich warten: Zwei Minuten danach köpfelt Przybylko zum Ausgleich an, drei Minuten drauf netzt er vom Punkt zur Führung ein. Später erhöhen noch Marques und Mahou zur klaren Führung – und ganz zur Freude Luganos mitlerweile reiseaffinen Anhänger, die teils oben ohne, teils mit Schirm und Regenjacke feiern.

Im zweiten Durchgang lässt sich Lugano die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewinnt – nach Treffern von Przybylko, El Wafi und Vladi – letztlich gar mit 1:7.

Bernex – Servette 1:7

Servette löst seine Pflichtaufgabe im Cup souverän. Im Genfer Derby setzt sich der Favorit gegen Bernex-Confignon mit 7:1 durch und lässt dabei nie etwas anbrennen. Zur Pause steht es bereits 4:0 für Servette. Bestaunen durften die Fans vor allem den Treffer von Kutesa (36.), der mit einem Traum-Tor via Innenpfosten zum 3:0 traf.

Nach dem Seitenwechsel macht der Super-Ligist mit dem Toreschiessen weiter, wo er aufgehört hat. Sieben Treffer sind es am Ende. Den Schlusspunkt setzt von Moos. Der Neuzugang aus St. Gallen trifft aus nächster Distanz und erzielt sein drittes Tor des Nachmittags.

Zuvor durfte sich der Zweitligist in der 55. Minute zumindest noch über den Ehrentreffer freuen. Sawadogo verliert den Ball in der eigenen Spielhälfte, Barriveira nimmt das Geschenk dankend an und lässt den Underdog jubeln.

Champel – Lausanne 0:7

Lausanne gewinnt in Champel deutlich mit 7:0. Dabei hatte das Team von Ludovic Magnin zunächst Anlaufschwierigkeiten gegen den zu Beginn engagiert auftretenden Zweitligisten. Alvyn Sanches erzielt nach einer halben Stunde schliesslich die Führung für den Favoriten, ehe Alban Ajdini kurz vor der Pause nachdoppelt.

Nach der Pause scheint der Knoten bei Lausanne gelöst. Die Waadtländer spielen mit Champel Katz und Maus. Fünf Treffer erzielt der Super-Ligist im zweiten Durchlauf. Der umworbene U21-Nationalspieler Alvyn Sanches glänzt gegen die Genfer mit einem Doppelpack.

Die Partien der Super-Ligisten im Ticker zum Nachlesen

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