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Europa-Traum lebt
Sène lupft Lausanne doppelt ins Glück – souverän weiter

Lausanne setzt sich im Rückspiel der Conference-League-Qualifikation klar gegen Vardar Skopje aus Nordmazedonien durch. In der nächsten Runde wartet der kasachische Klub Astana auf die Waadtländer.
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Lausanne steht in der nächsten Quali-Runde für die Conference League.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Das Spiel

Lausanne übersteht die zweite Quali-Runde der Conference League gegen den nordmazedonischen Vertreter Vardar Skopje und darf weiter von Europa träumen.

Die Waadtländer wollen die 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel wettmachen und bestimmen von Beginn weg den Rhythmus der Partie. Vardar Skopje setzt auf Konter über den schnellen Flügelstürmer Rogers Mato, der schon im Hinspiel traf. Lausanne nutzt gleich ihre erste Chance zur Führung.

Doch das Team aus der nordmazedonischen Hauptstadt reagiert umgehend: Mato zieht mit einem Haken zur Mitte und zirkelt den Ball aufs Tor. Lausanne-Keeper Letica lässt abprallen, reagiert dann aber stark und pariert auch den Nachschuss des heranstürmenden Angreifers glänzend.

Lausanne bleibt spielbestimmend und erspielt sich Chance um Chance. Vor der Pause erhöht der Schweizer Vertreter auf 3:0. Auch in der zweiten Halbzeit geht es im gleichen Takt weiter. Die Westschweizer bieten den Fans im ersten europäischen Spiel im 2020 eröffneten Stade de la Tuilière ein Spektakel.

Die Tore

16. Minute, Noë Dussenne, 1:0. Captain Custodio bringt die Ecke an den kurzen Pfosten, Dussenne rauscht heran und köpft wuchtig ins lange Eck.

33. Minute, Kaly Sène, 2:0. Lekoueiry schickt Sène mit einem Steilpass in die Tiefe. Skopjes Abwehr scheint unsortiert, Sène hat Tempovorteile und zieht alleine auf Goalie Taleski. Der Lausanne-Stürmer schliesst mit einem sehenswerten Lupfer ab.

47. Minute, Kaly Sène, 3:0. Dussenne spielt einen herausragenden weiten Ball. Kaly Sène verspringt der Ball bei der Annahme etwas, doch der Goalie bleibt im Kasten und so kommt der Stürmer nochmals an das Spielgerät. Mühelos lupft Sène den Ball an Taleski vorbei ins Netz.

55. Minute, Alban Ajdini, 4:0. Auf der Grundlinie tankt sich Poaty durch und bringt den Ball vor das Tor. Lekouiery bringt in zwei Anläufen den Ball nicht an Taleski vorbei, doch dann rauscht Alban Ajdini heran und drückt ihn aus drei Metern über die Linie.

84. Minute, Seydou Traore, 5:0. Okoh schickt den eingewechselten Traore auf die Reise. Der Sommerneuzugang kann den Ball in der Luft kontrollieren und schliesst souverän ab.

Das gab zu reden

Seit fünfzehn Jahren hat Lausanne-Sport kein Europapokal-Heimspiel mehr ausgerichtet. Und es war sogar das erste Mal im neuen Stade de la Tuilière, das mitten in der Corona-Zeit eröffnet wurde. Zu Spielbeginn war die Anspannung spürbar, auch hinter den Kulissen. Am Ende verlief jedoch alles reibungslos.

Der Beste

Noë Dussenne gibt als echter Leader den Ton an: Er köpft das erste Tor und legt anschliessend mustergültig Kaly Sènes 3:0 vor. Der Belgier ist in der Abwehr eine unüberwindbare Mauer – ein wahrer Fels.

Der Schlechteste

Goran Zakaric wurde als jener Spieler angekündigt, der bei Vardar den Unterschied ausmachen sollte. In Wirklichkeit stellt der 32-jährige Bosnier aber zu keiner Zeit eine Gefahr für die Lausanner Abwehr dar. Nach 60 Minuten verlässt er mit gesenktem Kopf das Feld und gibt die Captainbinde ab.

Die Schiris

Ein unaufgeregtes Spiel für das israelische Schiedsrichter-Quartett um Snir Levy. Die Karten wurden im richtigen Moment gezeigt – auch für beide Trainer, die sich zu Beginn des Spiels eine Auseinandersetzung lieferten. Levy hatte die Partie gut im Griff.

Die Fans

Grossartige Stimmung in der Tuilière: Der Fanblock sorgte schon beim Aufwärmen für mächtig Atmosphäre. Insgesamt besuchten 9051 Zuschauer am Donnerstag das Stadion, darunter rund 200 Nordmazedonier. Auch auf den Rängen erlebte Lausanne einen unvergesslichen Abend.

So gehts weiter

Lausanne spielt am Sonntag (14 Uhr) in der Super League auswärts in Thun. Die europäische Reise geht für die Waadtländer am 7. August gegen den kasachischen Vertreter Astana weiter. Für Vardar Skopje ist das Europa-Abenteuer zu Ende.

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