Oldie führt junges Nizza an
Der alte Dante hat noch nicht genug

«Er hasst es, zu verlieren», sagt Nati-Star Ricardo Rodriguez über Nizzas Abwehrchef Dante. Der Brasilianer führt mit fast 40 Jahren die Rasselbande der Südfranzosen an.
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Nizza-Captain Dante ist auch mit 39 Jahren voll im Saft.
Foto: AFP

Vor sieben Jahren wechselt Dante Bonfirm Costa Santos, wie er mit vollem Namen heisst, nach Nizza. An der Cote d’Azur bei gutem Lohn die Karriere ausklingen lassen, schliesslich ist er damals schon 33. Und wer bis dahin mit Brasilien 2014 im WM-Halbfinal war (1:7 gegen Deutschland), mit Bayern die Meisterschaft und die Champions League gewonnen hat, der nimmts ab sofort locker – oder?

Locker siehts tatsächlich aus, wenn Dante den Ball führt. Aber dass er mit mittlerweile 39 immer noch unverzichtbar für das Nizza-Ensemble ist, die Captainbinde trägt und praktisch jedes Spiel in der hoch dotierten Ligue 1 über die volle Distanz bestreitet, deutet nicht auf eine Berufseinstellung à la «laissez faire» hin.

Einer, der das bestätigen kann, ist Ricardo Rodriguez. Der Schweizer Nationalspieler verteidigte in Wolfsburg ein Jahr lang an Dantes Seite. Er sagt: «Dante ist ein super Typ, wir haben uns sehr gut verstanden.» Neben dem Platz sei er immer total locker, witzig und entspannt gewesen, auf dem Platz aber das totale Gegenteil. «Dante war wahnsinnig ehrgeizig, er hasste es, zu verlieren. War er beim ‹Fünf gegen Zwei› vor dem Training jeweils in der Mitte, hat er alles umgegrätscht.» Von seiner Mentalität her sei Dante mehr Deutscher denn Brasilianer gewesen, erinnert sich Rodriguez.

Dante, der Mann mit dem unverkennbaren Wuschelkopf, ist der Papa der Nizza-Rasselbande – und will das noch mindestens eine weitere Saison bleiben. «Meine Frau will nicht, dass ich sie zu Hause nerve», sagt er, angesprochen auf sein Karriereende. Auch mit dem bald 40-jährigen Dante stellt Nizza das jüngste Kader der Ligue 1. Und ist ausgerechnet seit der Entlassung des Schweizer Trainers Lucien Favre Anfang Januar im Aufwind. Hat seither nur zwei Mal verloren. Und will im Rückspiel gegen den FC Basel erstmal in der Klubgeschichte in einen Europacup-Halbfinal einziehen.

Conference League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
RC Strasbourg Alsace
RC Strasbourg Alsace
6
6
16
2
RKS Rakow Czestochowa
RKS Rakow Czestochowa
6
7
14
3
AEK Athen
AEK Athen
6
7
13
4
Sparta Prag
Sparta Prag
6
7
13
5
Rayo Vallecano
Rayo Vallecano
6
6
13
6
FC Shakhtar Donetsk
FC Shakhtar Donetsk
6
5
13
7
FSV Mainz
FSV Mainz
6
4
13
8
AEK Larnaca
AEK Larnaca
6
6
12
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
6
3
11
10
Crystal Palace
Crystal Palace
6
5
10
11
KKS Lech Posen
KKS Lech Posen
6
4
10
12
Samsunspor
Samsunspor
6
4
10
13
NK Celje
NK Celje
6
1
10
14
AZ Alkmaar
AZ Alkmaar
6
0
10
15
AC Florenz
AC Florenz
6
3
9
16
HNK Rijeka
HNK Rijeka
6
3
9
17
Jagiellonia Bialystok
Jagiellonia Bialystok
6
1
9
18
AC Omonia Nicosia
AC Omonia Nicosia
6
1
8
19
FC Noah
FC Noah
6
-1
8
20
KF Drita
KF Drita
6
-4
8
21
Kuopion Palloseura
Kuopion Palloseura
6
1
7
22
FK Shkendija
FK Shkendija
6
-1
7
23
HSK Zrinjski Mostar
HSK Zrinjski Mostar
6
-2
7
24
SK Sigma Olomouc
SK Sigma Olomouc
6
-2
7
25
CS Universitatea Craiova 1948
CS Universitatea Craiova 1948
6
-2
7
26
Lincoln Red Imps FC
Lincoln Red Imps FC
6
-8
7
27
FC Dynamo Kyiv
FC Dynamo Kyiv
6
0
6
28
Legia Warschau
Legia Warschau
6
0
6
29
SK Slovan Bratislava
SK Slovan Bratislava
6
-4
6
30
Breidablik Kopavogur
Breidablik Kopavogur
6
-5
5
31
Shamrock Rovers
Shamrock Rovers
6
-6
4
32
BK Häcken
BK Häcken
6
-3
3
33
Hamrun Spartans FC
Hamrun Spartans FC
6
-7
3
34
Shelbourne FC
Shelbourne FC
6
-7
2
35
Aberdeen FC
Aberdeen FC
6
-11
2
36
SK Rapid Wien
SK Rapid Wien
6
-11
1
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