«Es war für alle im Stadion extrem bitter»
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Custodio nach Europa-Aus:«Es war für alle im Stadion extrem bitter»

Gefühlschaos bei Lausanne-Coach Zeidler nach Europa-Aus
«Ich hasse den VAR, ich hasse ihn»

Als letztes Schweizer Team verabschiedet sich Lausanne nach dem 1:2 gegen Sigma Olmütz aus dem Europacup. Peter Zeidler erlebt ein Gefühlschaos – und ärgert sich einmal mehr über den VAR.
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Kein Freund des VAR: Peter Zeidler.
Foto: UEFA via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lausanne scheidet nach VAR-Entscheid im Conference-League-Sechzehntelfinale gegen Olomouc aus
  • Karim Sows Tor in der 94. Minute wegen minimalem Offside aberkannt
  • Knapp 9000 Fans erlebten 2:1-Niederlage, Lausanne verpasst Achtelfinale
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Peter Zeidler (63) macht aus seinem Herz keine Mördergrube, als er kurz vor Mitternacht in den Katakomben des Stade de la Tuilière die aufwühlenden 96 Minuten Revue passieren lässt. Nachdem er dem Gegner Sigma Olmütz zum Sieg und dem Weiterkommen gratuliert und sachlich die Spielanalyse hinter sich gebracht hat, bricht es aus dem Deutschen raus: «Ich hasse den VAR. Ich hasse ihn.»

Bereits am Sonntag in Lugano war Lausanne im VAR-Pech. Nun fehlen ein paar Zentimeter für eine womöglich weitere magische Europacup-Nacht der Waadtländer. Als sich die knapp 9000 Fans in der 94. Minute noch in den Armen liegen und sich alle mit Ausnahme der paar Hundert Gäste-Fans auf die Verlängerung freuen, machen ihnen die serbischen Schiedsrichter einen Strich durch die Rechnung. Der VAR als Stimmungskiller, oder genauer gesagt: die kalibrierte Offsidelinie.

Enzo Kana-Biyiks Fussabsatz ist beim Herauslaufen ein paar Zentimeter zu weit vorne bzw. zu weit hinten, sodass Karim Sows Treffer in der zweitletzten Minute der Nachspielzeit zum 2:2 wegen Offside doch nicht zählt. Bye-bye Europa anstatt eine Verlängerung und eine mögliche Fortsetzung des Lausanner Abenteuers in der Conference League, welche den Waadtländern viele schöne Momente beschert hat.

Istanbul als Höhepunkt

Die vielen und teils langen Flugreisen, der Coup in Istanbul oder der Heimsieg gegen die Fiorentina. Und nicht viel fehlte, und es wäre ein weiteres Kapitel hinzugekommen. Allein am fehlenden Glück liegt es aber nicht, dass Lausanne den Einzug in die Achtelfinals verpasst hat. Auch wenn beim Foul von Sylla an Janneh in der 28. Minute durchaus auch über Rot hätte diskutiert werden können, und Sow kurz vor dem 1:2 die Lattenunterkante trifft.

Letztlich scheitern die Lausanner aber an der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive und am eigenen Unvermögen in der Defensive. Und an der nötigen Cleverness, die offensichtlich auch im schwächsten der drei europäischen Wettbewerbe bestraft wird.

Zu spätes Aufbäumen

Beide Gegentreffer sind ein Geschenk, beim zweiten kurz vor der Pause lassen die Lausanner den tschechischen Torschützen nach einem Corner ganz frei zum Abschluss kommen. «Die Szene müssen wir viel besser antizipieren und verteidigen», so Zeidler. Es ist das Tor, das den Lausannern letztlich den Stecker zieht. Oder – um es in den Worten des Trainers zu sagen – «uns nicht gut bekommen ist».

Denn nach der Pause finden die Lausanner lange nicht mehr in ihren Rhythmus, Olmütz verwaltet seinen Vorsprung souverän. Erst mit dem Mute der Verzweiflung bäumen sich die Gastgeber noch einmal auf. Doch für die Wende reicht es nicht – der Technologie sei Dank. «Auch wenn das Offside korrekt war», sagt Zeidler. «Ich wünsche mir den Fussball von vor zehn Jahren zurück.» Damals gab es noch keinen VAR. Dieser wurde erst 2018 eingeführt.

Conference League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
RC Strasbourg Alsace
RC Strasbourg Alsace
6
6
16
2
RKS Rakow Czestochowa
RKS Rakow Czestochowa
6
7
14
3
AEK Athen
AEK Athen
6
7
13
4
Sparta Prag
Sparta Prag
6
7
13
5
Rayo Vallecano
Rayo Vallecano
6
6
13
6
FC Shakhtar Donetsk
FC Shakhtar Donetsk
6
5
13
7
FSV Mainz
FSV Mainz
6
4
13
8
AEK Larnaca
AEK Larnaca
6
6
12
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
6
3
11
10
Crystal Palace
Crystal Palace
6
5
10
11
KKS Lech Posen
KKS Lech Posen
6
4
10
12
Samsunspor
Samsunspor
6
4
10
13
NK Celje
NK Celje
6
1
10
14
AZ Alkmaar
AZ Alkmaar
6
0
10
15
AC Florenz
AC Florenz
6
3
9
16
HNK Rijeka
HNK Rijeka
6
3
9
17
Jagiellonia Bialystok
Jagiellonia Bialystok
6
1
9
18
AC Omonia Nicosia
AC Omonia Nicosia
6
1
8
19
FC Noah
FC Noah
6
-1
8
20
KF Drita
KF Drita
6
-4
8
21
Kuopion Palloseura
Kuopion Palloseura
6
1
7
22
FK Shkendija
FK Shkendija
6
-1
7
23
HSK Zrinjski Mostar
HSK Zrinjski Mostar
6
-2
7
24
SK Sigma Olomouc
SK Sigma Olomouc
6
-2
7
25
CS Universitatea Craiova 1948
CS Universitatea Craiova 1948
6
-2
7
26
Lincoln Red Imps FC
Lincoln Red Imps FC
6
-8
7
27
FC Dynamo Kyiv
FC Dynamo Kyiv
6
0
6
28
Legia Warschau
Legia Warschau
6
0
6
29
SK Slovan Bratislava
SK Slovan Bratislava
6
-4
6
30
Breidablik Kopavogur
Breidablik Kopavogur
6
-5
5
31
Shamrock Rovers
Shamrock Rovers
6
-6
4
32
BK Häcken
BK Häcken
6
-3
3
33
Hamrun Spartans FC
Hamrun Spartans FC
6
-7
3
34
Shelbourne FC
Shelbourne FC
6
-7
2
35
Aberdeen FC
Aberdeen FC
6
-11
2
36
SK Rapid Wien
SK Rapid Wien
6
-11
1
Playoffs
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