Schiri guckt in die VAR-Röhre
St. Gallen zahlt teuer für Stevanovics Schwalben-Theater

Der FC St. Gallen verpasst den Einzug in die Ligaphase der Conference League. In Unterzahl verliert die Mannschaft von Enrico Maassen auch das Rückspiel gegen Nordsjaelland – dieses Mal mit 2:3.
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Im Duell mit Justin Janssen lässt sich Mihailo Stevanovic zu einer Schwalbe hinreissen.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlüsselszene

Es läuft die 39. Minute, als sich Mihailo Stevanovic für die goldene Himbeere bewirbt. Obwohl bereits verwarnt, versucht er an der Strafraumgrenze ein Foul zu schinden. Seine schauspielerische Leistung ist aber dermassen schlecht, dass Schiri Orel Grinfeeld nichts anderes übrig bleibt, als den Mittelfeldspieler vom Platz zu stellen. Bis zu jenem Zeitpunkt hatten die Espen die individuell stark besetzten Dänen am Rand eines Rückstands. Danach wehrt sich die Maassen-Elf zwar leidenschaftlich gegen das Out, die wirklich zwingenden Chancen aber bleiben aus.

Das Spiel

Sie fighten aufopferungsvoll, bis die Lage aussichtslos ist. Trotz eines Mannes weniger (Gelb-Rot gegen Mihailo Stevanovic in der 40. Minute) auf dem Platz. Aber es soll nicht sein. Die Ligaphase der Conference League findet ohne die St. Galler statt.

Die Espen gucken gegen Nordsjaelland in die Röhre – so wie es auch Schiedsrichter Orel Grinfeeld in der ersten Halbzeit tut. Als er sich draussen das Hands von Justin Janssen im Strafraum noch einmal ansehen will, streikt der Bildschirm. Minuten vergehen, bis dann dem Heimteam endlich der Penalty zugesprochen wird und Lukas Görtler aus dem 0:1 (14.) ein 1:1 (21.) macht. Als die Ostschweizer ein zweites Mal in Rückstand geraten (24.), gleicht Aliou Baldé umgehend wieder aus (28.).

Die Gäste aus Dänemark, die das Hinspiel 1:0 gewonnen haben, scheinen zu knacken zu sein. Würde sich der Schweizer Cupsieger von 2026 das Leben nicht selber schwer machen – Stichwort Stevanovic-Schwalbe. So mitreissend die erste Halbzeit ist, die zweiten 45 Minuten können da in puncto Unterhaltung nicht mithalten. Allerdings ist es fast bis zum Schluss ein Nervenkrimi. Ein Lucky Punch und St. Gallen rettet sich in die Verlängerung. Nur bleibt dieser aus. Stattdessen setzen die Dänen mit dem 3:2 in der 82. Minute den Schlusspunkt.

Die Tore

14. Minute, Juho Lähteenmäki, 0:1. Die Gäste greifen über links an und der Ball kommt dann im Sechzehner bis zu Lähteenmäki am zweiten Pfosten durch. Lawrence Ati-Zigi ist mit den Fingerspitzen zwar noch leicht dran, kann jedoch nicht verhindern, dass die Kugel über die Linie holpert.

21. Minute, Lukas Görtler, 1:1 (Handspenalty). Das Handspiel von Justin Janssen im Strafraum hat einen St. Galler Penalty zur Folge. Es braucht einen präzisen Schuss von Captain Görtler nach rechts, damit der Ausgleich fällt. Denn Goalie Andreas Hansen ahnt die Ecke.

24. Minute, Prince Amoako, 1:2. FCSG-Verteidiger Jozo Stanic gewährt dem auf ihn zustürmenden Amoako zu viel Raum. Die Nummer zehn von Nordsjaelland trifft daraufhin von ausserhalb des Sechzehners flach in die Ecke.

28. Minute, Aliou Baldé, 2:2. Baldé zieht zielstrebig von rechts nach links und versenkt die Kugel via Innenpfosten im dänischen Netz. Vier Gegenspieler scheitern daran, den wirbligen Espen-Stürmer aufzuhalten.

82. Minute, Hjalte Boe Rasmussen, 2:3. Die Dänen kombinieren sich durch die entblösste und entkräftete St. Galler Defensive. Weil Alexander Lind der Abschluss misslingt, ist es letztlich Rasmussen, der das Out der Ostschweizer besiegelt.

Der Beste

Prince Amoako. Brillant, wie der 19-Jährige den Ball vor dem 1:0 weiterleitet. Stark, wie er den zweiten Treffer erzielt. Steht sinnbildlich für die individuell top besetzte Offensive der Dänen.

Der Schlechteste

Mihailo Stevanovic. Obwohl der St. Galler schon verwarnt ist, lässt er sich an der Strafraumgrenze zu einer Schwalbe hinreissen. Und das auch noch direkt vor den Augen des Schiedsrichters.

So gehts weiter

Keine Conference-League-Ligaphase für die St. Galler, die fortan noch auf zwei Hochzeiten (Meisterschaft und Cup) tanzen. Das nächste Super-League-Spiel bestreitet die Mannschaft von Enrico Maassen am Sonntag zu Hause gegen Thun (16.30 Uhr).

Conference League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
AGF Aarhus
AGF Aarhus
0
0
0
1
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
0
0
0
1
AS Monaco
AS Monaco
0
0
0
1
Atalanta BC
Atalanta BC
0
0
0
1
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
0
0
0
1
CS Universitatea Craiova 1948
CS Universitatea Craiova 1948
0
0
0
1
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
0
0
0
1
FC Iberia 1999
FC Iberia 1999
0
0
0
1
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
1
FC Midtjylland
FC Midtjylland
0
0
0
1
FC Nordsjaelland
FC Nordsjaelland
0
0
0
1
FC Thun
FC Thun
0
0
0
1
FC Twente Enschede
FC Twente Enschede
0
0
0
1
FK Borac Banja Luka
FK Borac Banja Luka
0
0
0
1
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
0
0
0
1
FK Jablonec
FK Jablonec
0
0
0
1
FK Kauno Zalgiris
FK Kauno Zalgiris
0
0
0
1
Getafe CF
Getafe CF
0
0
0
1
Heart of Midlothian FC
Heart of Midlothian FC
0
0
0
1
HNK Hajduk Split
HNK Hajduk Split
0
0
0
1
Inter Club de Escaldes
Inter Club de Escaldes
0
0
0
1
KAA Gent
KAA Gent
0
0
0
1
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
0
0
0
1
KF Egnatia Rrogozhine
KF Egnatia Rrogozhine
0
0
0
1
Kuopion Palloseura
Kuopion Palloseura
0
0
0
1
Lincoln Red Imps FC
Lincoln Red Imps FC
0
0
0
1
Mjällby AIF
Mjällby AIF
0
0
0
1
Pafos FC
Pafos FC
0
0
0
1
Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
0
0
0
1
ZSKA Sofia
ZSKA Sofia
0
0
0
1
Riga FC
Riga FC
0
0
0
1
SC Braga
SC Braga
0
0
0
1
SC Freiburg
SC Freiburg
0
0
0
1
SK Brann
SK Brann
0
0
0
1
St. Truidense VV
St. Truidense VV
0
0
0
1
Trabzonspor
Trabzonspor
0
0
0
Playoffs
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