Darum gehts
- Ajax Amsterdam schlägt Sion 4:2 im Tourbillon, Julian Brandt glänzt mit Supertor
- Brandt lobt zweite Halbzeit, kritisiert aber fehlende Reife des Teams
- Sion kassiert Gegentore 12 bis 15 der Saison, Didier Tholot nennt Rückspiel «Mission Impossible»
Gut gelaunt kommt er aus den Katakomben im Tourbillon: Julian Brandt (30), einer der Star-Neuzugänge von Ajax Amsterdam. Allzu sehr erstaunen darf das nicht. 4:2 hat seine Mannschaft eben gewonnen. Zudem hat der Deutsche den Ausgleich aus dem Nichts gemacht, der Ajax wieder in die Spur gebracht hat.
Ein tolles Tor! Der Ex-BVB-Star hat aber auch alle Zeit der Welt, den Ball nach der ungenügenden Kopfabwehr von Noé Sow zu büscheln, Mass zu nehmen – und präzis dahin zu schiessen, wo er hingezielt hat.
«Abgesehen davon, wie das Tor entstanden ist – es fiel zu einem wichtigen Zeitpunkt, weil wir uns die erste Halbzeit ein bisschen blöd angestellt haben», sagt der Bremer zu Blick. «Und es war der Anfang einer guten zweiten Halbzeit. Wir haben schöne Tore geschossen und gute Momente herausgespielt.» Und natürlich das Game-winning Goal zu einem perfekten Moment gemacht. Keine drei Minuten nach dem Ausgleich. Alles eine Frage des Moments.
Slapstick-Einlage von Kabacalman und Sow
Aber nicht nur, denn es war auch eine Frage von Glück. Denn diesem Tor ging eine Slapstick-Einlage voraus, als Kabacalman einen Chipball per Kopf abfälscht, genau auf den Kopf von Sow, von welchem er in Richtung des eben vor einer Minute eingewechselten Tolu Arokodare fliegt, der das Tor geistesgegenwärtig macht. «Das war witzig», so Brandt lachend, als er sich die Szene vergegenwärtigt. «Aber es ist auch eine Qualität, in Situationen, die ein bisschen unvorhersehbar sind, dann trotzdem die Chance zu sehen.»
Danach habe man den Ball besser laufen lassen, das Spiel besser kontrolliert, sodass es in der zweiten Halbzeit ein ganz guter Schritt nach vorne gewesen sei. «Auch wenn es noch Momente gab, in denen wir dazulernen, professioneller und erwachsener werden müssen», schliesst Brandt. Und wieder ist es eine Frage des Moments ...
Stolz? Kann man nur sein, wenn man gewinnt
Ganz anders die Laune bei Sion-Coach Didier Tholot. Der war richtig angefressen, konnte diesem Spiel kaum etwas Sinnstiftendes abgewinnen. Trotz der Momente, in denen er auf sein Team stolz sein könne? «Stolz? Wenn wir verloren haben? Niemals! Im Fussball zählt nur zu punkten. Zählt nur der Sieg. Dann kann man stolz sein», so der Franzose. Der in seinen Statements immer wieder auf die Qualität des Gegners hinwies. «Das ist eine grosse Mannschaft, ein Team von anderem Niveau. Und doch war Platz für ein besseres Resultat. Man kann auch gegen einen besseren Gegner einen Exploit landen.»
«Mission Impossible» in Amsterdam, sagt Tholot
Gegen Ajax gab es die Gegentore Nummer 12 bis 15 in dieser Saison. Da liegt der grosse Unterschied zur letzten, als man die beste Abwehr der Super League stellte.
Was genau ist denn nun schlechter geworden? «Wir haben letzte Saison nicht gegen Ajax gespielt», sagt Tholot grantelnd. Womit die Frage aus seiner Sicht beantwortet ist. Ist sie aber nicht für alle, denn vier Gegentore gabs auch in Bern gegen YB. «Es stimmt, dass wir Ende letzter Saison defensiv sehr sattelfest waren. Aber es ist schwierig, Gründe zu finden, weshalb wir es jetzt nicht sind. Aber vier Gegentore nerven mich natürlich auch. Deshalb bin ich auch enttäuscht.»
Und das Rückspiel? «Das wird eine Mission Impossible gegen solch einen Gegner», sagt Tholot. «Oder zumindest fast. Denn wir sind noch nicht ausgeschieden. Wir wollen Ajax in Bedrängnis bringen. Denn Fussball ist Fussball.» Da wisse man nie, sagt auch Jan Kronig. Die Gesichter der Sittener senden eine andere Botschaft aus als bedingungsloser Glaube an die Wende.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | AGF Aarhus | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ajax Amsterdam | 0 | 0 | 0 | |
1 | AS Monaco | 0 | 0 | 0 | |
1 | Atalanta BC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Brighton & Hove Albion | 0 | 0 | 0 | |
1 | CS Universitatea Craiova 1948 | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Kopenhagen | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Iberia 1999 | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Midtjylland | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Nordsjaelland | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Thun | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Twente Enschede | 0 | 0 | 0 | |
1 | FK Borac Banja Luka | 0 | 0 | 0 | |
1 | FK Crvena Zvezda Belgrade | 0 | 0 | 0 | |
1 | FK Jablonec | 0 | 0 | 0 | |
1 | FK Kauno Zalgiris | 0 | 0 | 0 | |
1 | Getafe CF | 0 | 0 | 0 | |
1 | Heart of Midlothian FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | HNK Hajduk Split | 0 | 0 | 0 | |
1 | Inter Club de Escaldes | 0 | 0 | 0 | |
1 | KAA Gent | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Kairat Almaty | 0 | 0 | 0 | |
1 | KF Egnatia Rrogozhine | 0 | 0 | 0 | |
1 | Kuopion Palloseura | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lincoln Red Imps FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Mjällby AIF | 0 | 0 | 0 | |
1 | Pafos FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | Panathinaikos Athen | 0 | 0 | 0 | |
1 | ZSKA Sofia | 0 | 0 | 0 | |
1 | Riga FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | SC Braga | 0 | 0 | 0 | |
1 | SC Freiburg | 0 | 0 | 0 | |
1 | SK Brann | 0 | 0 | 0 | |
1 | St. Truidense VV | 0 | 0 | 0 | |
1 | Trabzonspor | 0 | 0 | 0 |