Was für ein Spiel, was für eine Wende: 109 Minuten sind gespielt, da zieht Samuel Adeniran aus der Distanz ab und erzielt das 5:1 für den Linzer ASK gegen Celtic Glasgow. Damit ist die 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel gedreht – und die Österreicher stehen erstmals seit 1965 in der Königsklasse. Dass Adeniran kurz darauf noch einen Penalty verschiesst, spielt da keine Rolle mehr.
Dabei hat es sehr lange nicht gut ausgesehen: Mit dem Polster aus dem Hinspiel geht Celtic auch in Österreich mit 1:0 in Führung. Für die Verlängerung bräuchte LASK nun vier Tore – die Königsklasse ist weit weg.
Dann aber treffen Usor, Ljubicic und Adeniran bis zur 58. Minute dreimal. Die Champions-League-Hoffnungen sind zurück! Und die vehemente Linzer-Schlussoffensive wird in der 90. Minute tatsächlich belohnt, als Florian Flecker mit seinem 4:1 die Verlängerung erzwingt. Der Treffer wird vom VAR gecheckt – und bestätigt. Dies macht den Weg endgültig frei zu einer historischen Nacht in der oberösterreichischen Hauptstadt: Erst viermal hat ein Team in der Champions-League-Qualifikation zuvor einen Dreitore-Rückstand aus dem Hinspiel noch gedreht.
Viel Drama in Baku
Ein grosses Comeback legt auch Sabah FK an den Tag: Der aserbaidschanische Meister aus Masazir, einem Vorort der Hauptstadt Baku, liegt nach der 1:2-Pleite im Hinspiel auch im zweiten Aufeinandertreffen gegen Hapoel Be'er Scheva aus Israel in Rückstand.
Dann aber haucht Umarali Rahmonaliyev mit seinem 2:2 nach 74 Minuten dem Heimteam neues Leben ein, ehe Tellur Mutallimov tief in der Nachspielzeit mit einer sehenswerten Direktabnahme nach einem Eckball das Comeback tatsächlich perfekt macht – Verlängerung.
Und dort kippt das Spiel nach 100 Minuten definitiv: Erst fliegt Hapoel-Verteidiger Djibril Diop mit Gelb-Rot vom Platz, dann erzielt Orphé Mbina per Kopf das vierte Tor für das Heimteam und stösst die Tür zur Königsklasse für die Aserbaidschaner weit auf. Am Ende steht gar ein 5:2 auf der Anzeigetafel.
Klarer sind die Verhältnisse in der dritten Playoff-Begegnung am Dienstagabend: Bodö/Glimt, im letzten Jahr Champions-League-Achtelfinalist, lässt nach dem 3:1 im Hinspiel beim holländischen Vertreter Nijmegen auch vor heimischem Anhang nichts anbrennen und gewinnt begünstigt durch eine frühe Rote Karte gegen Nijmegen-Keeper Gonzalo Crettaz (3. Minute) mit 3:0.
Arsenal
Aston Villa (Johan Manzambi)
Atletico Madrid
Betis Sevilla
Bodö/Glimt
Borussia Dortmund (Gregor Kobel)
Barcelona
Bayern München
Brügge (Yann Sommer, Andrej Vasovic, Cheveyo Tsawa)
Como
Feyenoord (Jordan Lotomba)
Galatasaray
Inter Mailand (Manuel Akanji)
RB Leipzig
Lens
Lille (Loun Srdanovic)
Linzer ASK
Liverpool
Manchester City
Manchester United
Napoli
PSG
Porto
PSV Eindhoven
Real Madrid
Roma
Sabah FK
Shakhtar Donetsk
Slavia Prag
Sporting Lissabon
Stuttgart (Luca Jaquez, Leonidas Stergiou)
Villarreal
Letzte Playoff-Duelle am Mittwoch:
AEK Athen (Dereck Kutesa) – Lewski Sofia
Celje – Slovan Bratislava
Viking – Dinamo Zagreb
Lyon (Zachary Athekame)– Fenerbahce
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