Eigentlich ist das kaum zu glauben. Frankfurt ist doch tatsächlich Teil eines torlosen Unentschiedens in der Champions League. Dazu muss man wissen: Die Eintracht ist mit einem krachenden 5:1-Erfolg gegen Galatasaray in die Ligaphase der Königsklasse gestartet – nur um dann gegen Atlético Madrid und Liverpool jeweils mit 1:5 unterzugehen.
Da ist also immer reichlich was los, wenn Frankfurt in der Champions League auftritt. Nur eben nicht an diesem Dienstagabend im Stadio Diego Armando Maradona. Der Vergleich zwischen Napoli, dem Spitzenreiter der Serie A, und dem Tabellenachten aus der deutschen Bundesliga ist wahrlich kein Fussballleckerbissen.
Chancen sind lange Zeit Mangelware. Doch die Möglichkeit zum Lucky Punch bietet sich beiden Mannschaften. So etwa in der 73. Minute: Eintracht-Joker Ansgar Knauff kann sich eigentlich die Ecke aussuchen, schiesst allerdings dermassen zentral, dass Goalie Vanja Milinkovic-Savic nur die Hände hochreissen muss. Die zunächst beste Napoli-Chance vergeigt in der Schlussphase Scott McTominay, der völlig frei stehend aus zehn Metern den Ball auf die Tribüne jagt (83.).
Und dann ist da noch diese Szene in der fünften Minute der Nachspielzeit: Bei Frankfurt steht unterdessen der Schweizer Aurèle Amenda (in der 93. eingewechselt) auf dem Platz, als Napoli den letzten Corner der Partie tritt – und danach Nnamdi Collins für seinen scheinbar geschlagenen Torhüter Michael Zetterer per Kopf vor der Linie retten muss.



