Haalands Naturgewalt und Kobels Paraden
Chancenlose Dortmunder gehen in Manchester unter

Manchester City degradiert Dortmund (4:1) lange zum Statisten: Phil Foden mit einer Doublette und der norwegische Jahrhundert-Stürmer Erling Haaland mit seinem 54. Champions-League-Tor führen den BVB in der Königsklasse früh an die Grenzen.
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Sven SchochReporter Sport
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Pep Guardiola (l.) empfängt Nico Kovac (r.) in Manchester.
Foto: keystone-sda.ch

Er ist eine Naturgewalt, ein Phänomen, ein 195 Zentimeter langes Monstrum im Fussball-Dress: Erling Haaland. Seit Jahren zieht er auf allen Plätzen Europas Schneisen in den Rasen und bahnt sich unaufhörlich den Weg zum gegnerischen Gehäuse. Seine Zahlen lösen bei der Verteidiger-Konkurrenz inzwischen Schweissausbrüche aus und sorgen für anhaltende Schwindelgefühle: In der Premier League erreicht der Norweger nach 107 Spielen zeitnah die 100-Tore-Marke (aktuell steht er bei 98), in der Champions League ist er im 52. Spiel mit dem 2:0 beim 54. Treffer angelangt.

Dortmund ist mit einer günstigen Vorgeschichte in die nordenglische Metropole gereist – ausser gegen die Über-Bayern (1:2) hat der BVB kein Spiel verloren. Beim Monolog der City verflüchtigt sich der stabile Eindruck dann allerdings in schmerzhafter Weise. Schon in der ersten Hälfte bewegt sich nur der Schweizer National-Keeper Gregor Kobel auf Augenhöhe. Mit seinen Saves verhindert er ein ähnliches Debakel, wie es zuletzt den Branchenkollegen von Bayer Leverkusen (2:7 gegen PSG) widerfahren ist. Erst im Finish, als der in 23 europäischen Gruppen-Heimspielen in Folge ungeschlagene Favorit wie ein Minimalist auftritt und den Fuss vom Gas nimmt, verwickelt der BVB die Defensive um Star-Goalie Donnarumma vereinzelt in heikle Szenen.

Mister 50 Prozent Haaland

Ohne die Tormaschine Haaland würde der Output des englischen Top-Teams mutmasslich um 50 Prozent absacken. In der Liga hält er den Meisterkandidaten mit 13 Treffern in der Spur, die teilweise schweren Schwankungen im Frühherbst hat der Nordländer nahezu im Alleingang kompensiert. Beim Wiedersehen mit seinem Ex-Verein aus dem Ruhrpott gibt es keinerlei Geschenke. Sieben Minuten nach Phil Fodens präzisem Flachschuss in die Ecke (22.) zieht der City-Topskorer nach einem Doku-Rückpass den Gästen den Stecker – mit einem Geschoss, das sich aus Sicht der überforderten BVB-Equipe wie ein Blitzeinschlag angefühlt haben muss.

«Ich bin einfach ein Norweger, der Tore schiesst.» So reagierte der nicht zu stoppende City-Frontmann vor ein paar Tagen, als ihm ein Reporter einen schmeichelhaften Vergleich mit anderen globalen Grössen wie Cristiano Ronaldo und Messi vortragen wollte. Solche Reaktionen gefallen Pep Guardiola. Die Bescheidenheit des Weltklasse-Stürmers sei imposant und ein Grund seiner überragenden Karriere, legte sich der City-Boss vor dem höchst einseitigen Duell mit dem Bundesligisten fest.

Im Tor der Dortmunder steht mit Kobel einer der Besten Europas, der zuvor in vier Vergleichen mit englischen Teams keinen Treffer zugelassen hat. Dass die Serie in Manchester reissen könnte, zeichnet sich früh ab. Zu viel Wucht, zu viel Volumen, zu viel Klasse steckt im Milliarden-Ensemble von Guardiola. Nach einer für City-Verhältnisse enttäuschenden Saison ist wieder mit mehr Spektakel und Trophäen zu rechnen. In Europa sind die Engländer nach vier Spieltagen auf Top-8-Kurs; angesichts ihrer Verfassung ist mit keinen weiteren Umwegen zur rechnen.

Dortmunds Pflicht gegen Villarreal

Der BVB bleibt in der aktuellen Kampagne erstmals ohne Punkte. Die Chance zur sofortigen Korrektur bietet sich in der nächsten Runde zu Hause gegen den sieglosen Villarreal CF. Die Nummer 3 der spanischen Liga, in besseren europäischen Zeiten zweifacher Halbfinalist in der Champions League, leistete sich eine peinliche 0:1-Niederlage beim verblüffenden zypriotischen Neuling Pafos - der Kaderwert der Insulaner wird von Transfer-Experten tiefer eingestuft als jener des taumelnden FC Zürich.

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Champions League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
1
5
3
2
Bayern München
Bayern München
1
5
3
3
FC Barcelona
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1
4
3
4
Manchester United
Manchester United
1
4
3
5
Como 1907
Como 1907
1
3
3
6
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
1
2
3
6
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
1
2
3
8
Manchester City
Manchester City
1
2
3
9
Aston Villa
Aston Villa
1
1
3
9
RC Lens
RC Lens
1
1
3
9
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
1
1
3
12
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
1
1
3
13
Liverpool FC
Liverpool FC
1
1
3
13
Real Madrid
Real Madrid
1
1
3
15
Arsenal FC
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1
1
3
16
AEK Athen
AEK Athen
1
1
3
17
AS Rom
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1
0
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17
FC Shakhtar Donetsk
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1
0
1
19
Fenerbahce Istanbul
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1
0
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19
PSV Eindhoven
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1
0
1
21
Villarreal CF
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1
-1
0
22
FC Brügge
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1
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22
OSC Lille
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1
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22
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
1
-1
0
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Atletico Madrid
Atletico Madrid
1
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Inter Mailand
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0
27
LASK Linz
LASK Linz
1
-1
0
27
SSC Neapel
SSC Neapel
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29
Galatasaray SK
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-2
0
29
Viking FK
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-2
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FC Porto
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1
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RB Leipzig
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Feyenoord Rotterdam
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1
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Sabah FC Masazir
Sabah FC Masazir
1
-4
0
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SK Slovan Bratislava
SK Slovan Bratislava
1
-5
0
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Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
1
-5
0
Playoffs
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