Der siegende Holländer
Memphis Depay will Guardiola ärgern

Mit einem Panenka-Penalty hat Memphis Depay (26) Lyon in den Viertelfinal der Champions League geschossen. Nun will der Holländer auch Manchester City abschiessen.
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Memphis Depay ist bereit für den Knaller gegen Manchester City.
Foto: AFP

Er ist wohl eines der grössten Rätsel auf der europäischen Fussballbühne. Gehört Memphis Depay zu den Besten? Oder ist er das ewige Talent, das zwar unglaubliche Qualitäten hat, letztlich aber sein Potenzial nie wirklich ausschöpfen kann?

Seit er Holland 2015 in Richtung England verlassen hat, erlebt Memphis – er möchte nur Memphis genannt werden, weil er nicht den Nachnamen seines Vaters tragen will, da dieser die Familie verlassen hat, als Memphis noch ein kleines Kind war – Aufs und Abs in seiner Karriere. Bei Manchester United hat er sich nicht wirklich durchsetzen können. Memphis zieht weiter nach Frankreich zu Lyon.

Dort reüssiert er sofort. In seinem ersten halben Jahr ist der gefährliche Rechtsfuss an 13 Toren beteiligt. In der darauffolgenden Saison glänzt er dann mit 19 Toren und 13 Assists. Im Dezember 2019 der Schock: Memphis zieht sich kurz vor Weihnachten einen Kreuzbandriss zu.

Der Fussball rettet ihn

Doch Aufgeben ist für Memphis nie ein Thema. Schon früh im Leben hat er gelernt, zu kämpfen. Mit 12 Jahren trinkt er Alkohol, dealt mit Drogen. Von seinen Stiefschwestern wird er geschlagen. «Sie nannten mich Affe, Krebsgeschwür, Kackgesicht», zitiert ihn «Spox» später. Erst der Fussball rettet den jungen Holländer mit ghanaischen Wurzeln. PSV Eind­hoven holt ihn. Memphis startet durch. Dank seines Könnens – und seiner unglaublichen Mentalität. «Ich war immer draussen, ich war in harten Gegenden und musste harte Zeiten über­stehen», blickt Memphis auf die schwierigen Tage zurück. Deshalb hat er heute auch einen Löwen auf seinem Rücken tätowiert. «Der repräsentiert mich – ich habe das Herz eines Löwen.»

So hat er auch seine Ver­letzung weggesteckt. Dank der Corona-Pause ist Memphis mittlerweile wieder topfit. Und er macht dort weiter, wo er aufgehört hat: beim Toreschiessen. In jeder Champions-League-Partie, in der er diese Saison auf dem Platz gestanden ist, hat Memphis getroffen. So auch letzten Freitag im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus. Per Panenka-Penalty schiesst er seine Lyoner in den Viertelfinal. Memphis, der siegende Holländer.

Nun wartet Manchester City mit Trainer Pep Guardiola. «Ich bin in grossartiger Form, habe sehr hart gearbeitet, um zurückzukommen, und ich bin bereit», meint der 26-Jährige.

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
8
19
24
2
Bayern München
Bayern München
8
14
21
3
Liverpool FC
Liverpool FC
8
12
18
4
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
8
10
17
5
FC Barcelona
FC Barcelona
8
8
16
6
Chelsea FC
Chelsea FC
8
7
16
7
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
8
6
16
8
Manchester City
Manchester City
8
6
16
9
Real Madrid
Real Madrid
8
9
15
10
Inter Mailand
Inter Mailand
8
8
15
11
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
8
10
14
12
Newcastle United
Newcastle United
8
10
14
13
Juventus Turin
Juventus Turin
8
4
13
14
Atletico Madrid
Atletico Madrid
8
2
13
15
Atalanta BC
Atalanta BC
8
0
13
16
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
8
-1
12
17
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
8
2
11
18
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
8
-4
11
19
FC Brügge
FC Brügge
8
-2
10
20
Galatasaray SK
Galatasaray SK
8
-2
10
21
AS Monaco
AS Monaco
8
-6
10
22
Qarabag FK
Qarabag FK
8
-8
10
23
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
8
-1
9
24
SL Benfica
SL Benfica
8
-2
9
25
Olympique Marseille
Olympique Marseille
8
-3
9
26
Pafos FC
Pafos FC
8
-3
9
27
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
8
-9
9
28
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
8
0
8
29
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
8
-5
8
30
SSC Neapel
SSC Neapel
8
-6
8
31
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
8
-9
8
32
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
8
-13
6
33
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
8
-11
4
34
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
8
-14
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
8
-13
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
8
-15
1
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