Champions-League-Minusrekord für die Berner
Atalanta-Star führt YB im Wankdorf vor

YB ist gegen Atalanta chancenlos. Die Berner verlieren auch das fünfte Champions-League-Spiel und fallen auf den letzten Tabellenplatz zurück. Beim Gegner aus der Serie A überragt ein Belgier mit fünf Torbeteiligungen.
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YB erleidet gegen Atalanta Schiffbruch.
Foto: Toto Marti

Das Spiel

Eine knappe halbe Stunde ist die YB-Welt in Ordnung, dann kommen die Berner so richtig unter die Räder. Innert gut zehn Minuten ziehen die Bergamasken von 1:1 auf 1:4 davon. Auch nach der Pause haben die Young Boys keinen Zugriff, sie fangen sich noch weitere Gegentreffer. Am Ende steht es 1:6. Die Berner am Boden.

Mann des Spiels im Wankdorf: Charles De Ketelaere. Dem Belgier gelingen zwei Tore und drei Assists. Auch Mateo Retegui, der im fünften Champions-League-Spiel seiner Karriere erstmals überhaupt trifft, glänzt mit einem Doppelpack.

Die Young Boys haben den flinken Norditalienern so gut wie nichts entgegenzusetzen, sind fast immer einen Schritt zu spät. Der Schweizer Meister bekommt vom Europa-League-Sieger eine Lektion erteilt.

Atalanta steht mit elf Punkten aus fünf Spielen auf Platz vier der Champions League. Das Weiterkommen ist gesichert. Und auch im Rennen um die direkte Achtelfinal-Qualifikation (Top 8) sieht es gut aus.

YB liegt punktelos auf dem 36. und damit letzten Platz. Nun brauchen die Berner in den verbleibenden drei Partien gegen Stuttgart, Celtic Glasgow und Roter Stern Belgrad drei Siege, um noch Chancen auf die Playoffs zu haben.

Die Tore

9. Minute, Mateo Retegui, 0:1. Der italienische Nationalspieler wird halbrechts steil geschickt und läuft frei auf das YB-Tor zu. Er hat keine Probleme, die Kugel in der unteren linken Ecke zu versorgen.

11. Minute, Silvere Ganvoula, 1:1. Nach einer Ugrinic-Ecke von links steigt der Kongolese am höchsten und köpfelt ein. Goalie Marco Carnesecchi ist noch dran, ist aber machtlos.

29. Minute, Charles De Ketelaere, 1:2. Odilon Koussounou leitet eine flache Ecke mit der Hacke weiter ins Zentrum. Dort kommt der Belgier an den Ball und schiesst zentral aufs Tor. Von Ballmoos lässt den Ball durchrutschen – haltbar.

32. Minute, Sead Kolasinac, 1:3. Der Torschütze spielt Retegui an der Mittellinie an und sprintet direkt los. Dieser lässt auf De Ketelaere tropfen, von dem Kolasinac den Ball durch einen mustergültigen Steilpass zurückbekommt und eiskalt einschiebt.

39. Minute, Mateo Retegui, 1:4. De Ketelaere flankt in den Strafraum, wo der Italiener den Ball gekonnt mit der Sohle an Lauper vorbei legt und ihn trocken in die Maschen haut.

56. Minute, Charles De Ketelaere, 1:5. Der Überflieger des Abends zieht von der Strafraumgrenze ab und hat Glück, dass Mohamed Camara unhaltbar abfälscht.

91. Minute, Lazar Samardzic, 1:6. Der Serbe zieht von rechts in den Strafraum, tunnelt Cheikh Niasse und trifft ansatzlos flach in die kurze Ecke.

Die Stimmen

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Blum schätzt Packung ein:«Stehen wieder mit einer hohen Niederlage da»

Der Beste

Wer, wenn nicht Charles De Ketelaere? Der Belgier nimmt YB fast im Alleingang auseinander. Drei Assists und zwei Tore sprechen eine klare Sprache.

Der Schlechteste

Sandro Lauper. Ist in der Innenverteidigung hilflos überfordert mit Mateo Retegui und Konsorten. Ein mieser Abend und das ist noch lieb formuliert.

Das gab zu reden

Weil in den Schlusssekunden noch das 1:6 fällt, ist das Resultat in diesem Spiel neuer Champions-League-Minusrekord für die Berner. Sechs Tore hatten sie noch nie kassiert. Eine Niederlage mit fünf Toren Differenz hingegen schon, auch in dieser unseligen Saison, am 1. Oktober beim 0:5 in Barcelona.

Die Schiedsrichter

Der litauische Ref Manfredas Lukjancukas hat in diesem einseitigen Spiel keinen schwierigen Job. Ebenso der arbeitslose VAR Dennis Higler aus Holland.

Die Zuschauer

Es gab am Vortag noch ein paar hundert Tickets. Doch die wurden an die Frau und den Mann gebracht. Ob diese Last-Second-Kunden das bereut haben, diese Tickets gekauft zu haben? So oder so: Das Wankdorf-Stadion ist mit 31'500 wieder ausverkauft. Die Hardcore-Fans feiern das Team wie nach einem Sieg. Ist zwar schön und herzig, aber allmählich schwierig zu begreifen.

So gehts weiter

YB trifft am nächsten Champions-League-Spieltag auswärts auf Stuttgart (11. Dezember). Atalanta empfängt einen Tag zuvor Real Madrid. In der Super League spielt YB am Sonntag gegen St. Gallen (16.30 Uhr).

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Bayern München
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Como 1907
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Sporting Lissabon
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Real Betis Balompie
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Borussia Dortmund
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Real Madrid
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FC Shakhtar Donetsk
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