2:3-Pleite gegen Karabach
Kryeziu hält Zürcher Hoffnungen am Leben

Da kommt der FC Zürich mit einem blauen Auge davon. Im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation verliert der Schweizer Meister mit 2:3 gegen Karabach.
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Matthias Dubach
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Der FC Zürich mit Blerin Dzemaili (M.) verliert das Qualifikations-Hinspiel gegen Karabach mit 2:3.
Foto: zVg

Es gibt Spieler, die verstecken sich in solchen Momenten. Und es gibt Spieler wie Mirlind Kryeziu! Der FCZ-Haudegen greift bei der Hitzeschlacht in Baku fünf Minuten vor Schluss zum Ball, setzt ihn für den Foulpenalty auf den Punkt und schiebt die Kugel eiskalt ins Netz.

Noch nie zuvor hat Kryeziu als Profi einen Penalty geschossen. Nun ist sein Elfer das Tor, das die Zürcher Träume von der Champions-League-Gruppenphase weiterleben lässt.

Zwar verliert der FCZ trotz Kryezius Anschlusstor das Hinspiel in der Königsklassen-Quali gegen Aserbaidschans Meister Karabach Agdam 2:3. Aber dieses Resultat lässt Zürich hoffen, im Rückspiel nächste Woche am Mittwoch das Duell noch zu drehen und doch noch in die nächste Quali-Runde (gegen Ferencvaros oder Bratislava) einzuziehen.

Starker Karabach-Goalie

FCZ-Trainer Franco Foda sagt an der Pressekonferenz nach dem Spiel: «In der ersten Halbzeit lagen wir verdient 0:2 zurück. Aber die zweite Halbzeit ging klar an uns. Es hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können, aber der Torwart von Karabach war überragend.»

Die Multikulti-Truppe vom Schwarzen Meer überfordert die Zürcher in der ersten Halbzeit mit schnellen Kontern immer wieder. Zuerst erwischt der brasilianische Knipser Kady FCZ-Goalie Yanick Brecher mit einem Knaller aus spitzem Winkel.

Dann zerlegt mit Ibrahima Wadji der zweite Karabach-Goalgetter den FCZ im Alleingang. Bei seinem Super-Sprint von der Mittellinie aus läuft er der ganzen FCZ-Verteidigung davon und erzielt das 2:0 – kein anderer Karabach-Spieler hatte in der Zürcher Platzhälfte den Ball berührt!

Zürich rettet sich in die Pause – und erscheint wie verwandelt. Während Fodas Systemwechsel letzten Samstag gegen YB noch zum kolossalen Flop wird, ist es in Baku ein Volltreffer. Im 3-4-3-System ist Zürich plötzlich auf Augenhöhe und kommt auf 1:2 heran, Verteidiger Lindrit Kamberi köpft aus offsideverdächtiger Position ein. Doch Wadji macht sich 46 Sekunden danach zum Doppeltorschützen. Foda: «Da waren wir naiv und haben schlecht verteidigt.»

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Zwei Tore innert 50 Sekunden:FCZ erzielt Anschlussgoal und kassiert prompt Gegentreffer

Mit etwas Glück in der Schlussphase und dem eminent wichtigen Kryeziu-Tor reist Zürich die 3500 km heim. Muss sich aber für den Champions-League-Traum im Rückspiel vor allem defensiv steigern. Foda: «Im Rückspiel werden Details entscheiden!»

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