Thun-Security sorgt für Wirbel
Kinder müssen Essen abgeben – aber Pyros gelangen ins Stadion

Der FC Thun muss sich für das Verhalten des Sicherheitsdiensts Vorwürfe gefallen lassen. Kindern wurden am Eingang Esswaren abgenommen, während Pyros den Weg in den Fanblock fanden.
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Thun bejubelt den Sieg gegen Nyon. Die Sicherheitskontrollen am Stadion sorgen jedoch bei vielen Fans für Kopfschütteln.
Foto: Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • In Thun durften Kinder kein Essen ins Stadion nehmen
  • Parallel dazu gelangten Pyros ins Stadion
  • Viele Fans haben dafür kein Verständnis, der Klub entschuldigt sich
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Der «Special & Kids Day» beim FC Thun sollte eigentlich ein rundum gelungener Tag für Kinder und Menschen mit Behinderung werden. Zum Heimspiel gegen Stade Nyonnais (4:2-Heimsieg) gestatteten die Berner Oberländer diesen Personengruppen gratis Eintritt in die Stockhorn-Arena. Für einige der Eingeladenen war der Stadionbesuch aber auch mit Frust verbunden.

Die Sicherheitskontrollen am Eingang sorgten bei vielen Besucherinnen und Besuchern für Unverständnis. Während im Thuner Fanblock munter Pyros und Rauchtöpfe gezündet wurden, durften Kinder ihren Proviant nicht mit an den Match nehmen. Zeugen berichten dem «Berner Oberländer», dass der Sicherheitsdienst Snacks, Getränke, Äpfel und sogar Sandwiches der jungen Fans konfiszierte. Vor den Stadiontoren bildete sich ein Haufen weggeworfener Esswaren. «Das sind eigenartige Prioritäten», meint ein langjähriger Anhänger des Klubs.

Sandwiches als Wurfgeschoss?

«Wurfgegenstände wie Flaschen waren in den Stadien schon immer verboten, die Handhabung bezüglich Esswaren ist Sache der Vereine», erklärt Philippe Guggisberg, der beim Schweizerischen Fussballverband als Medienverantwortlicher für die Challenge League zuständig ist. Wieso also setzte der FC Thun gegen Nyon derart strenge Regeln durch?

Timo Kuhn, der Eventmanager des Klubs, erklärt: «Die Regeln sind gleich. Die Handhabung ist allerdings strenger geworden. Das hängt mit den Risikospielen des FC Lugano in der Champions und Europa League zusammen.» Lugano trägt seine Heimspiele international in Thun aus.

Der FC Thun entschuldigt sich

Und was sagen diese Regeln? Aus der Stadionordnung der Stockhorn-Arena geht hervor, dass Flaschen und Dosen ausdrücklich verboten sind, genauso wie «Utensilien, die als Wurfgegenstände verwendet werden können.» Ob beispielsweise ein Apfel in diese Kategorie gehört, liegt wohl im Auge des Betrachters – für Sandwiches und Snacks erschliesst sich die Gefahr jedoch auf den ersten Blick nicht.

Dies sieht auch der FC Thun so. So entschuldigt sich Verwaltungsrat und Vizepräsident Urs Neuenschwander für die Vorfälle: «Es war eine Überreaktion von unserer Seite. In einer grossen Organisation ist es nicht immer einfach, dass alle an einem Strang ziehen. Der Verein wird dies intern überprüfen und versuchen, es beim nächsten Heimspiel besser zu machen.»

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Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
21
24
49
2
FC Aarau
FC Aarau
20
15
48
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
20
11
36
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
20
11
32
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
20
-5
25
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
20
-8
22
7
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
21
-6
21
8
FC Wil
FC Wil
20
-14
20
9
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
21
-10
18
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
21
-18
14
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