Sion-Frust nach Pleite in Thun
«Wir spielen wie Kinder!»

Der FC Sion ist bedient. Nach der 0:1-Niederlage im Spitzenspiel der Challenge League findet Innenverteidiger Joël Schmied klare Worte. Der Torjubel der Thuner bleibt dagegen ein Rätsel.
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Betrübte Gesichter beim FC Sion. Der Spitzenkampf in Thun ging mit 0:1 verloren.
Foto: keystone-sda.ch
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Nicola AbtReporter Sport

Der Albtraum jedes Sion-Spielers ist der FC Thun. Am Montagabend kassierten die Walliser im vierten Saisonspiel die dritte Pleite. Anstatt im Aufstiegsrennen auf zehn Punkte davonzuziehen, trennen die beiden Mannschaften nur noch vier Zähler – und Thun hat ein Spiel weniger absolviert. Bei Sion liegen die Nerven blank.

«In wichtigen Partien spielen wir wie Kinder!», tobt Verteidiger Joël Schmied (25) nach der 0:1-Pleite. Auf die Niederlagen-Serie gegen Thun angesprochen, meint er: «Sie waren in keinem Spiel besser als wir.» Und trotzdem konnte man die Berner Oberländer in dieser Challenge-League-Saison noch nie bezwingen. Woran liegts? «Uns fehlt der Mut, wir verstecken uns, spielen defensiv und kreieren null Chancen.»

Torjubel eine Antwort auf Aussage im Blick?

Ausgerechnet Schmied selbst sieht beim einzigen Treffer der Partie unglücklich aus. Nach einem angetäuschten Schuss von Thun-Stürmer Dos Santos landet er auf dem Hosenboden. Von dort muss er mitansehen, wie der 21-Jährige die Kugel in die linke Ecke schlenzt. Danach jubelt der Torschütze mit dem Zeigefinger auf der Lippe. Was dahintersteckt, will dieser nicht verraten. «Das ist eine private Sache.»

Gut möglich, dass es eine Reaktion ist auf eine Aussage von Sion-Spieler Baltazar. Vor der Partie meinte dieser zu Blick: «Es geht nicht, dass wir in einer Saison dreimal gegen Thun verlieren. Ausgeschlossen.» Nun ist es doch passiert. Auch, weil das Team von Mauro Lustrinelli gegen Ende gekonnt die Zeit von der Uhr nahm.

Am Samstag droht eine Klatsche

«Sie machen das sehr clever», gibt Schmied zu. «Aber wir stehen daneben wie 13-Jährige und schweigen. Das geht nicht. Wir müssen dem Schiedsrichter auf die Eier gehen und ihm sagen, dass es nach zehn Sekunden Zeitspiel eine Gelbe Karte gibt.»

Am Samstag wartet im Cup-Halbfinal der FC Lugano. Eine der aktuell stärksten Schweizer Mannschaften. «Wenn wir so spielen wie gegen Thun, kassieren wir eine gewaltige Klatsche», ist sich Schmied sicher. Gleichzeitig bietet sich den Berner Oberländern in Nyon die Chance, bis auf einen Zähler an die Walliser heranzurücken.

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Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
30
29
68
2
FC Aarau
FC Aarau
30
20
66
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
30
23
56
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
30
6
40
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
30
-3
39
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
30
-10
35
7
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
30
-7
33
8
FC Wil
FC Wil
30
-14
33
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
30
-13
28
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
30
-31
19
Aufstieg
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