Uli Forte hatte keine Chance
Smiljanic findet Spieleraufstand in Aarau gut

Wie von Blick angekündigt heisst der neue Trainer des FC Aarau Boris Smiljanic. Seine Aufgabe: Punkten und die Spieler hinter sich bekommen.
Kommentieren
1/6
Der neue Aarau-Trainer heisst Boris Smiljanic.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus
Sebastian Wendel

Das ging schnell! Zwei Tage nach der Trennung von Stephan Keller präsentiert der FC Aarau den neuen Cheftrainer: Es ist wie von Blick angekündigt Boris Smiljanic. Und nicht Uli Forte, der sich nach Bekanntwerden der freien Trainerstelle im Brügglifeld angeboten hatte, aber nur Aussenseiterchancen hatte.

Smiljanic also. Eine überraschende Wahl. Weil er seit der Entlassung in Schaffhausen vor drei Jahren nie mehr als Cheftrainer arbeitete. Und weil die Station am Rheinfall bislang auch der einzige Nachweis des 46-Jährigen als Cheftrainer im Profigeschäft ist. Anfang dieses Jahres tauchte Smiljanic kurzzeitig wieder auf dem Radar auf, acht Wochen lang als Assistent von Patrick Rahmen beim FCB, ehe er nach dessen Entlassung aus Loyalität zu Rahmen zurücktrat.

Seither beobachtete Smiljanic das Fussballgeschehen in der Schweiz aus der Distanz. Weil er in Spanien mehrere Immobilien besitzt und regelmässig dort weilt. Und weil er keinen Druck hat, Geld verdienen zu müssen: Smiljanic kann sich nach erfolgreichen Deals als Krypto-Unternehmer aussuchen, wie er seine Zeit verbringt.

Dass er auf der Schatten-Trainerliste von FCA-Sportchef Sandro Burki stand, erfuhr Smiljanic erst, als am Montagabend das Telefon läutete. «Eigentlich wollte ich am Wochenende nach Spanien fliegen, habe aber den Flug verpasst. Das war ein Wink des Schicksals. Zwei Tage später sass ich mit Sandro am Verhandlungstisch.»

Der Druck auf Smiljanic ist gross: Er muss sofort Punkte holen, am besten schon am Freitag bei der Heimpremiere gegen Yverdon. Die Rückkehr in die Super League bleibt im Brügglifeld trotz acht Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze das Ziel. Und: Smiljanic muss das Vertrauen der Mannschaft gewinnen. Diese hat Anfang Woche Vorgänger Stephan Keller gestürzt, weil das Verhältnis zu ihm zerrüttet war. Eine eindrückliche Demonstration, dass der Trainer das schwächste Glied in der Kette ist.

Für Smiljanic war die Meuterei im Brügglifeld kein Hinderungsgrund, den Job anzunehmen. Im Gegenteil: «Ich fand mutig, was sie getan haben. Die Spieler haben Charakter. Sie sollen von mir jetzt zu spüren bekommen, dass ich nahe bei ihnen bin und sie brauche.»

Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
21
24
49
2
FC Aarau
FC Aarau
21
15
49
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
21
14
39
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
21
8
32
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
21
-2
28
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
21
-11
22
7
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
21
-6
21
8
FC Wil
FC Wil
21
-14
21
9
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
21
-10
18
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
21
-18
14
Aufstieg
Aufstiegsspiel
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen