Darum gehts
Die Aufstiegsanwärter
Bei Yverdon gibt es nur ein Ziel, das vom amerikanischen Eigentümer Jamie Welch unmissverständlich formuliert wurde: die Rückkehr in die Super League. Martin Andermatt wird daran gemessen werden – und der Trainer hat dafür namhafte Verstärkung erhalten: darunter Shkelqim Demhasaj, mit 21 Toren bester Torschütze der Challenge League in der vergangenen Saison, Valon Fazliu (bester Spieler der Challenge League mit Aarau) und Jean-Kevin Augustin (ehemaliger Stürmer von PSG). Dafür hat sich mit Antonio Marchesano der beste Torschütze der letzten Saison dem direkten Konkurrenten Winterthur angeschlossen.
Die Winterthurer sind nach vier Jahren zurück in der Challenge League, Trainer Patrick Rahmen und Sportchef Oliver Kaiser (46) sind aber geblieben. Letzterer musste die Kosten für die erste Mannschaft halbieren, das Kader wurde auch deswegen deutlich verkleinert. «Wir sind nicht in der Position zu jammern und wollen wie immer das Beste aus unseren Mitteln herausholen», so Kaiser. Bitter ist der Ausfall von Nishan Burkart, der mehrere Monate ausfallen dürfte. Für die Winterthurer geht es in der Startphase darum, in der neuen Liga so schnell wie möglich den Tritt wieder zu finden. «Aber klar haben wir Ambitionen und wollen kurz- oder mittelfristig auch wieder in die Super League», sagt Kaiser. Ein grosser Trumpf sind die Fans, trotz Abstieg sind bereits mehr als 5000 Saisonkarten abgesetzt worden. Zudem soll die Schützenwiese mittelfristig renoviert und erweitert werden, sofern das Stimmvolk im Herbst an der Urne grünes Licht gibt.
Der Herausforderer
Wie Winterthur hatte auch Aarau während der Sommerpause ein Negativerlebnis zu verarbeiten. Einmal mehr schaffte es der FCA nicht, den langersehnten Aufstieg zu realisieren, wobei gleich zwei Chancen nicht genutzt wurden; im letzten Heimspiel gegen Yverdon (2:2) und in der Barrage gegen GC. Trainer Brunello Iacopetta (41) und den Spielern gelang es in den etwas längeren Ferien trotzdem, die Batterien aufzuladen und die Motivation wieder zu finden. «Im Fussball, im Leben – es geht immer weiter», so Iacopetta. Auch in der neuen Saison sind die Unaufsteigbaren ein Anwärter auf einen Spitzenplatz – trotz der Abgänge der beiden besten Torschützen der letzten Saison, Elias Filet und Valon Fazliu. Auch Leon Frokaj und Torhüter Marvin Hübel verliessen das Brügglifeld.
Zwar wurden auch ein paar Transfers getätigt (u.a. Jasper van der Werff, Roko Baturina, Kastrijot Ndau und Zidan Tairi), im Gegensatz zur Konkurrenz gibt es im Kader aber noch zu viele Fragezeichen, weshalb sich Iacopetta noch nicht auf ein konkretes Saisonziel festlegen will. «Wo wir stehen, können wir erst in ein paar Wochen sagen. Es ist kein Geheimnis, dass das eine oder andere Puzzleteil noch fehlt.» Transfers nur des Willens wegen tätigen die Aarauer nicht. «Wir machen nur etwas, wenn wir alle miteinander überzeugt sind.» Vor allem auf der Zehnerposition und im Sturm wünscht sich Iacopetta noch Verstärkung. Immerhin: Die Hauptprobe gegen Union Berlin ist mit dem 2:1-Sieg geglückt.
Das ambitionierte Mittelfeld
Hinter den drei Aufstiegskandidaten gibt es viele Teams, die den Blick nach oben richten und den Favoriten gerne die Suppe versalzen würden. Mit Bruno Berner (48) kehrt bei Xamax ein bekannter Name zurück in die Liga. Der ehemalige Kriens-, Winti- und GC-Trainer hat sein Abenteuer in Australien beendet und will mit dem dreifachen Schweizer Meister (1916, 1987, 1988) im Kampf um die Spitzenplätze ein Wörtchen mitreden. Beim überraschenden Cupfinalisten Stade-Lausanne-Ouchy ist das Erfolgsduo, Trainer Dalibor Stevanovic und Sportdirektor Hiraç Yagan, trotz vorliegender Angebote geblieben.
Auch Rapperswil-Jona und Wil starten mit Ambitionen in die Saison, darauf lassen zumindest die Aktivitäten auf dem Transfermarkt schliessen. Rapperswil holte unter anderen William Le Pogam, Raul Bobadilla und Salifou Diarrassouba, der Thuner Meisterspieler Noah Rupp schloss sich Wil an. Aufsteiger Kriens mit Trainer Michael Winsauer gibt zwar den Klassenerhalt als Ziel aus, die Zentralschweizer holten mit Marvin Akahomen und Malek Ishuayed aber zwei Teenager mit Super-League-Erfahrung. Dem Aufsteiger ist zuzutrauen, die Überraschung der Saison zu werden, auch wenn die Rückkehr von Top-Torschütze Nando Toggenburger zu Luzern schmerzt.
Die Abstiegskandidaten
Sowohl für Etoile Carouge als auch für Nyon kann das Ziel nur Klassenerhalt heissen. Carouge hat mit Boris Cespedes immerhin einen erfahrenen Spieler erhalten. Nyon, das Team mit dem kleinsten Budget der Liga, hat mit Aurélien Mioch einen neuen Trainer. Eine Attraktion der Liga könnte Stürmer Matteo Regillo werden, der in der vergangenen Saison in der Promotion League bei Grand-Saconnex mit 25 Toren sehr erfolgreich war.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Etoile Carouge | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Aarau | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Rapperswil-Jona | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Stade Nyonnais | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Wil | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Winterthur | 0 | 0 | 0 | |
1 | Neuchatel Xamax FCS | 0 | 0 | 0 | |
1 | SC Kriens | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Stade-Lausanne-Ouchy | 0 | 0 | 0 | |
1 | Yverdon Sport FC | 0 | 0 | 0 |










