Böses Spiel mit Winti-Legende
Internet-Diebe betrügen in Bengondos Namen

Es kommt nur durch Zufall heraus. Internet-Gauner nutzen illegal die Bilder von Ex-Super-League-Star Patrick Bengondo, um afrikanischen Talenten viel Geld aus der Tasche zu ziehen.
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Ex-Winterthur-Stürmer Patrick Bengondo: Wirbel um einen Fake-Account auf Facebook.
Foto: Claudia Minder/freshfocus
Matthias Dubach

Es geht um Betrüger, die im Internet mit Fake-Profilen Geld ergaunern. Die Opfer sind junge Fussballtalente aus Afrika, denen eine grosse Karriere versprochen wird – sofern sie denn zuerst Geld für angeblich nötige Registrations-Dokumente überweisen.

Man ahnt es: Nach der Überweisung von Geld lassen die angeblichen Fussball-Manager nie mehr was von sich hören. Plötzlich mittendrin in diesem fiesen Betrugs-Chaos: Ex-Super-League- und Challenge-League-Stürmer Patrick Bengondo (39).

Die FC-Winterthur-Legende arbeitet nach ihrer Karriere in der Schweiz als Spielerberater und erfährt per Zufall, dass sie von einer solchen Fake-Seite als Lockvogel benutzt wird. Die Gauner haben von Bengondos eigenen Facebook- und Instagram-Profilen Bilder geklaut, die ihn mit Fussballern, zum Beispiel bei Vertragsabschlüssen, zeigen und Vertrauen erwecken sollen.

Ein betroffener Spieler meldet sich

Bengondo erfährt davon, als einer der reingelegten Fussballer ihn auf seinem richtigen Profil ausfindig macht und ihm schreibt, wo denn die bezahlten und versprochenen Dokumente bleiben. Der Kicker stammt aus Nigeria und spielt Fussball auf den Komoren, einem afrikanischen Insel-Staat.

Im Laufe des Chat-Verlaufs realisieren Bengondo und der Fussballer, dass mit ihnen ein böses Spiel getrieben worden ist. «Wenn Sie nicht der Boss dieser Agentur sind, sind viele Spieler ruiniert worden, inklusive mir selber», liest die Winti-Kultfigur in einer Nachricht. Der Betrug ist eine menschliche Tragödie: Beträge von 500 Euro sind in armen afrikanischen Gegenden ein Familien-Budget für Monate. Hat eine Familie ihr ganzes Geld für einen Fake-Transfer zusammengekratzt, sind sogar Existenzen bedroht.

Fake-Profil weiterhin online

«Schlimm ist, dass vielleicht auch jetzt weiterhin Spieler abgezockt werden und man nichts dagegen tun kann», sagt Bengondo zu BLICK. Die Polizei in Winterthur konnte ihm nicht weiterhelfen. Und Facebook hat das Fake-Profil bisher trotz Anfrage nicht gesperrt.

Die Betrüger geben sich als holländische Agentur namens «Ência De Jogadores» aus, operiert wird offenbar mit Bankkonten und Telefonnummern aus Nigeria. Um echt zu wirken, wird das Profil fleissig bewirtschaftet. Bengondo: «An meinem Geburtstag gibts unzählige Glückwunsch-Postings wie «Happy Birthday, Boss.»

Aber happy sind bei dieser Geschichte nur die fiesen Abzocker.

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Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
33
32
75
2
FC Aarau
FC Aarau
33
25
73
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
33
24
60
4
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
33
-4
43
5
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
33
0
41
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
33
-8
41
7
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
33
-4
39
8
FC Wil
FC Wil
33
-15
37
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
33
-20
28
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
33
-30
22
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