Zandvoort stirbt trotz Verstappen
Die letzte Schlacht an der Nordsee

Mit Zandvoort verschwindet ein weiterer Klassiker in der Formel 1. Doch das ist nicht die einzige schlechte Nachricht. Das Inside von Roger Benoit.
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Verstappen jubelt in Zandvoort: 3 Siege und drei 2. Plätze.
Foto: imago/Action Plus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FIA lockert Russland-Sanktionen, betrifft Fahrer, Teams und Veranstaltungen
  • GP Holland in Zandvoort endet wegen fehlender Gelder am 20. August
  • Roger Williamson 1973 in Zandvoort bei Feuerunfall tragisch ums Leben gekommen
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Russland-Sanktionen fast aufgelöst

Die traurige Nachricht während der Sommerpause zuerst: Die FIA lockerte alle Massnahmen gegen Russland. Dies betrifft Fahrer, Teams und Veranstaltungen! Zuletzt fand 2021 der GP Russland in Sotschi (Sieger Hamilton) statt. Dann der Krieg gegen die Ukraine. Jetzt wurden die Sanktionen fast aufgelöst. Warum? Wir wollen uns da nicht auf politische Diskussionen einlassen. Die besten Fahrer, Daniil Kvyat (Vater des Kindes von Verstappen-Partnerin Kelly Piquet) fährt mit Italo-Lizenz weiter, Robert Shwartzman mit seiner israelischen Lizenz. Interessant, dass russische Sportlerinnen an der Schwimm-EM in Paris unter neutraler Flagge starten dürfen, an der Leichtathletik-EM in Birmingham nicht. Dann sollen auf Olympia 2028 weitere Lockerungen den Sport begleiten!

Ein weiterer Klassiker verschwindet

Die andere traurige Nachricht ist der Rauswurf des GP von Holland in Zandvoort. Ein weiterer Klassiker in der Formel 1 verschwindet, während Spa und Barcelona sich in Zukunft jedes Jahr abwechseln. Der Grund: das fehlende Geld. In Europa kann niemand mehr mit den Antrittsgeldern in Asien (Bahrain, Katar, Saudi Arbabien, Abu Dhabi, Aserbaidschan, Singapur, China und auch Japan) mithalten. Das gilt auch für das US-Trio Las Vegas, Austin und Miami.

Das Drama um Williamson

Der Dünenkurs an der Nordsee debütierte 1948, gehörte aber erst 1952 zur Formel-1-WM. 1985 kam das «Ende», das aber 2021 in Zandvoort dank Verstappen eine Wiedergeburt erlebte. Trotz drei Siegen und zwei zweiten Plätzen konnte der Nationalheld das endgültige Aus am nächsten Sonntag (15 Uhr) nicht mehr verhindern. Den traurigen «Höhepunkt» erlebte Zandvoort 1973, als Roger Williamson nach einem Reifenschaden im March lebendigen Leibes verbrannte. Purley, später geadelt, versuchte ohne Hilfe den umgekippten Wagen umzudrehen. Der Rest des Feldes fuhr achtlos an der Unfallstelle vorbei. Lauda: «Wir werden nicht fürs Parken bezahlt!» Kommentar überflüssig. 1976 war er beim Feuerdrama auf dem Nürburgring auf die Hilfe von vier Fahrern angewiesen. 

Die vorletzte Schlacht

2025 die vorletzte Schlacht. Beide Ferrari von Hamilton und Leclerc schieden nach Karambolagen aus. Wie Norris (Motorschaden). Beide Sauber chancenlos: Hülkenberg und Bortoleto knapp vor Antonelli (16.). Der aktuelle WM-Leader wird am 25. August erst 20 Jahre alt!

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